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Firmen-Pleiten gehen weiter zurück, im Handel leicht mehr Insolvenzen

28.04.2014

24 Firmen-Pleiten pro Tag. Damit sind die Insolvenzen in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Q1 2013 zurückgegangen. Das besagen die endgültigen Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Die positive Entwicklung des vergangenen Jahres setze sich damit fort. Im Handel gibt’s um sieben Insolvenzen mehr als letztes Jahr. Schwer haben’s Kleinunternehmer.

Die Unternehmensinsolvenzen sind um 1,3 Prozent auf 1.505 Verfahren gesunken. Die Anzahl an eröffneten Verfahren ist dabei um 0,9 Prozent auf 861 Unternehmen zurückgegangen. In 644 Fällen (-1,8 Prozent) wurden die Insolvenzanträge mangels kostendeckenden Vermögens abgewiesen.

 

Bis auf die Insolvenz von DiTech sind in diesem Jahr bisher keine bekannten Unternehmen insolvent geworden. "Die meisten Verfahren betreffen Klein- und Kleinstunternehmen, die schlichtweg entweder nicht konkurrenzfähig am Markt waren oder keinerlei Risikomanagement hatten, die einfach den Überblick über Einnahmen und Ausgaben verloren hatten", schreiben die Gläubigerschützer.

 

Handel und Bundesländervergleich

 

Die am stärksten betroffenen Branchen sind das Bauwesen und das Transportwesen mit 11,3 bzw. 10,5 Insolvenzen je 1.000 Unternehmen. Im Handel läuft’s stabil. Im Q1 2013 wurden 259 Unternehmen insolvent. 2014 waren es 266, also um sieben oder 2,7 Prozent mehr.

Auffallend ist ein starkes Ost-West-Gefälle zwischen den Bundesländern: Während in Vorarlberg (+60,0 Prozent), der Steiermark (+7,4 Prozent) und in Salzburg (+1,9 Prozent) die Insolvenzverfahren zugenommen haben, verzeichnen das Burgenland (-19,6 Prozent), Wien (-7,7 Prozent) und Niederösterreich (-2,0 Prozent) starke Rückgänge. Relativ die meisten Insolvenzen gab es in Wien mit 5,1 Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen - der Österreich-Durchschnitt liegt bei 4 von 1.000.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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