Direkt zum Inhalt

EVN-Geschäftshalbjahr: Deutlich mehr Strom erzeugt

24.05.2017

Die EVN verzeichnet ein kräftiges Plus im Bereich Gas- und Wärmeverkauf an Endkunden, zudem wurde die Nettoverschuldung reduziert.

Die EVN erhöhte im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 (Oktober bis März) die Stromerzeugung im Jahresabstand um 22,5 Prozent auf 4.119 GWh.

Der niederösterreichische Energieversorger EVN gibt aktuelle Zahlen bekannt: so erhöhte die EVN im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17 (Oktober bis März) die Stromerzeugung im Jahresabstand um 22,5 Prozent auf 4.119 GWh, davon aus erneuerbarer Energie um 6,7 % mehr auf 1.031 GWh. Der Stromverkauf an Endkunden wuchs dagegen mit 1,8 % auf 10.425 GWh kaum.

Beim Gasverkauf an Endkunden wurde ein kräftiges Plus von 11,5 % auf 4.622 GWh erzielt, ebenso beim Wärmeverkauf an Endkunden, der um 12,7 % auf 1.615 GWh zulegte. Aus dem um 9,4 % auf 1,310 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz erzielte die EVN ein operatives EBITDA von 481,1 Mio. Euro, um 13,9 % mehr.

Die EBITDA-Marge verbesserte sich leicht auf 36,7 (35,3) %, die EBIT-Marge blieb mit 24,4 (24,3) % gleich.

Der Aufwand für Fremdstrom und Energieträger stieg im Berichtszeitraum um 16 Mio. oder 2,8 % auf 597,2 Mio. Euro. Auch die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand wuchsen, und zwar um 56,5 Mio. oder 60,7 % auf 167,9 Mio. Euro, wie die EVN am 24. Mai 2017 im Vorfeld ihres Halbjahrespressegesprächs erklärte.

Die EVN-Tochter Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) schrieb voriges Jahr höhere Gewinne. Unverändert waren die planmäßigen Abschreibungen – die Effekte von 30,1 Mio. Euro betrafen vor allem eine schon im Erstquartal vorgenommene Wertminderung auf das bulgarische Wasserkraftwerksprojekt Gorna Arda.

Das Finanzergebnis verbesserte sich durch positive Einmaleffekte im laufenden Jahr bzw. den Entfall des vorjährigen negativen WEEV-Ergebnisbeitrags um 14,2 Mio. bzw. 35,9 % auf 25,4 Mio. Euro; in der WEEV hält die EVN ihre Verbund-Aktien.

Die Eigenkapitalquote der EVN stieg von Ende September 2016 bis Ende März 2017 auf 45,6 (42,3) %. Die Nettoverschuldung sank zugleich um 217,3 Mio. auf 904,1 Mio. Euro; dementsprechend reduzierte sich die Verschuldungsquote (Gearing) auf 30,3 (40,5) %.

Zuletzt war die Bonitätseinstufung für die EVN von Moody's im April von A3 auf A2 mit stabilem Ausblick erhöht worden, ebenso verbesserte Standard & Poor's (S&P) das Rating von BBB+ auf A-(Ausblick stabil).

Der Mitarbeiterstand blieb im ersten Geschäftshalbjahr mit im Schnitt 6.845 (6.837) praktisch unverändert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Hausgeräte
19.12.2007

Dazu sollten auch diverse Aktionen der Energieversorger beitragen.

Werbung