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Das Europaparlament will den Anteil erneuerbarer Energien auf 35 Prozent anheben

Energiesparpaket: Europaparlament fordert höhere Ziele, erste Reaktionen

17.01.2018

Das Europaparlament will die Einsparungen durch bessere Energieeffizienz bis zum Jahr 2030 auf 35 Prozent erhöhen und den Anteil erneuerbarer Energien auf 35 Prozent anheben. Die Wirtschaft sieht das kritisch, IG-Windkraft, NEOS und Grüne zeigen sich erfreut.

Dem Europaparlament gehen die Vorgaben des von der EU-Kommission vorgeschlagenen Energiesparpakets nicht weit genug. So sollen etwa die Zielvorgaben für Einsparungen durch bessere Energieeffizienz bis zum Jahr 2030 auf 35 Prozent erhöht werden. Die Kommission hatte ein 30-Prozent-Ziel vorgeschlagen. Den Anteil erneuerbarer Energien will das Europaparlament auf 35 Prozent anheben, die EU-Kommission hatte hier 27 Prozent angepeilt.

Im Gegensatz zur Kommission in Brüssel verlangt das Parlament außerdem, dass die Zielvorgaben für jedes einzelne Mitgliedsland verbindlich sind. Die Vorlage geht nun an den Rat der 28 EU-Staaten. Zudem verabschiedete das Europaparlament eine Verordnung, welche die einzelnen Staaten dazu verpflichten soll, integrierte nationale Klimaschutz- und Energiesparpläne vorzulegen.

Die Wirtschaftskammer kritisiert die eingeschlagene Richtung des Europaparlaments. Der Wirtschaftsstandort Österreich würde dadurch geschwächt werden, warnt Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik. „Zu hoch gesteckte Ziele bewirken nichts für den Klimaschutz, gefährden aber die Versorgungssicherheit.“ Auch die Interessenvertretung der E-Wirtschaft hält die Ziele des EU-Parlaments als zu ehrgeizig und äußert sich kritisch.

NEOS, Grüne und IG-Windkraft zeigen sich hingegen erfreut. Letztere spricht von einem Erfolg für die Erneuerbaren im EU-Parlament. Die Industriellenvereinigung sieht „einen Schritt in die richtige Richtung“, Vize-Generalsekretär Peter Koren fügt jedoch hinzu, dass die Industrie weiterhin den Kommissionsvorschlag für ein Energieeffizienz-Ziel von 30 Prozent bis 2030 als technisch und wirtschaftlich für besser realisierbar halte.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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