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Elektroinnung warnt vor Stromnetz-Problemen durch elektronische Schaltnetzteile

25.03.2009

Die Elektronik hilft beim Strom sparen ohne Komfortverlust - allerdings mit Nebenwirkungen, die bisher zuwenig beachtet wurden, zeigte LIM Witke in einem Pressegespräch auf.

LIM Berger rief zum regelmäßigen FI-Schalter-Test auf und propagierte: "Der Elektro-Check macht sicher und beruhigt." BIM Reisl setzte sich für einen sinnvollen Einsatz von Glühlampen-Alternativen ein.

Elektronische Netzgeräte als Spielverderber beim Energiesparen

Elektronische Schaltnetzteile, heutzutage in praktisch jedem modernen Elektrogerät vorhanden, sind Spielverderber, wenn es um effiziente Energienutzung geht. Sie sparen einerseits Strom, andererseits belasten diese sogenannten "nicht-linearen Verbraucher" durch ihre Schaltimpulse und Oberschwingungen das Netz. Betroffen ist vor allem der Neutralleiter, im Volksmund Nullleiter genannt. Dort sollte, dem Namen entsprechend, im Normalfall kein Strom fließen.

Einige der Oberschwingungen verursachen dort jedoch im dümmsten Fall bis zum zweifachen des Phasenstroms. Das ist nicht - negative - Zukunftsmusik, sondern, wie auch eine Studie der TU Wien gezeigt hat, reale Gegenwart.
Gefährdet sind vor allem Gebäude, die vor den 1970er Jahren errichtet wurden. Der Wohnbereich selbst ist davon weniger betroffen. Bei Mehrwohnungshäusern kann jedoch der Neutralleiter darunter leiden bzw. heiß werden und womöglich zum Brandstifter werden. Weitere Probleme durch nicht-lineare Verbraucher und ihre Oberschwingungen: Die sicherheitstechnisch wichtigen FI-Schalter funktionieren nicht so, wie sie sollten, Trafos können heißer als üblich werden und Motoren überhitzen.

Der Elektro-Check macht die Wohnung sicher

Anlagen- und Gerätemängel sind neben Leichtsinn die häufigsten Ursachen für Elektrounfälle und -brände. Die Folgen: Hausbrände mit hohen Sach- und Personenschäden, sowie kaputte Elektrogeräte, gefährliche Stromschläge und hohe Reparaturkosten.

Ein FI-Schalter kann Leben retten - wenn er funktioniert. Ein regelmäßiger Fi-Schalter-Test sorgt dafür, dass rechtzeitig abgeschalten wird.
Noch idealer ist der regelmäßige Elektro-Check durch den konzessionierten Elektrotechniker. Dabei werden Elektroanlagen nach dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnik überprüft. Sämtliche Elektroleitungen, Stromkreise, Verteiler, Sicherungen und Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) werden auf ihre fachgerechte Installation und Funktionstüchtigkeit eingehend getestet. Außerdem wird die Verwendung alter Elektrogeräte auf ihren Energieverbrauch gecheckt. Dokumentiert wird dies durch ein Sicherheitsprotokoll, dem sogenannten Anlagenbuch und der Prüfvignette für die wiederkehrende Prüfung. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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