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Einstieg von XXXLutz-Chef bei Kika/Leiner-Eigentümer verschoben

12.08.2014

Der Einstieg von XXXLutz-Miteigentümer Andreas Seifert mit 26,5 Prozent beim französischen Tochter-Unternehmen Conforama des Kika/Leiner-Eigentümers Steinhoff ist nach Angaben von Lutz-Sprecher Thomas Salinger nun verschoben, jedoch nicht abgeblasen worden. "Es fehlen noch Zahlen von Steinhoff aus Frankreich", so Salinger zur APA. Der zurückgezogenen Antrag bei der BWB werde demnächst neu eingereicht.

Es gehe dabei um Zahlen, die die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) für ihre Prüfung brauche. Der neue Antrag soll bis zum Herbst gestellt werden. Mit den Unterlagen soll belegt werden, dass es keine Auswirkungen auf den österreichischen Möbelmarkt gibt, diese würden nun nachgereicht, so Saliger, der klarstellte: "Der Deal ist aufrecht."

 

Vor zwei Tagen war bekannt geworden, dass Seiferts Antrag bei der BWB zurückgezogen wurde. Die Behörde bestätigte diesen ungewöhnlichen Schritt. Das Übernahmeziel des Lutz-Chefs, Conforama, gehört wie Kika und Leiner zum südafrikanischen Konzern Steinhoff.

 

"Damit beteiligen wir uns rein finanziell an einem starken Möbeldiskonter mit bedeutendem Elektroanteil in Frankreich", sagte Salinger noch Anfang Juli zur APA. Da es sich um eine reine "Finanzbeteiligung" handle und man in Frankreich keine Konkurrenz zur Steinhoff-Gruppe sei, gebe es nichts, was die Kartellhüter gegen diesen Zusammenschluss haben könnten, meinte er damals.

"Im stillen Kämmerlein"

Das sehen aber Mitbewerber und Lieferanten anders. Christian Wimmer, Geschäftsführer der Einkaufsverbände Wohn Union und Garant mit 240 Mitgliedsbetrieben der Einrichtungsbranche (Umsatz: 400 Mio. Euro) sprach davon, dass versucht worden sei, "im stillen Kämmerlein" eine Einigung zu erzielen, aber die Einsprüche von Service & More und wohl weiteren Betroffenen hätten Wirkung gezeigt. Er hatte sich schon zu vor einem Monat gefragt, warum Lutz nicht in sein eigenes Geschäft investiere, sondern in den Mitbewerber.

 

Erst vor wenigen Monaten hat sich Seifert bei der deutschen Billigkette Poco beteiligt. Poco gehört ebenfalls zur Steinhoff-Gruppe. Für Spekulationen sorgte auch der Einsatz des ehemaligen Lutz-Managers Hermann Wieser in der Geschäftsführung von Kika/Leiner. Die Familien der Firmen Lutz und Kika/Leiner gelten als persönlich zerstritten. Im Sommer 2013 übernahm Steinhoff Kika/Leiner. Damit wurden die Karten neu gemischt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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