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Um die Unternehmen – insbesondere KMU – bei der Implementierung des geforderten „Verzeichnisses der Verarbeitungen“ zu unterstützen, hat der KSV1870 den DSGVO-Assistenten entwickelt.

Ein Jahr DSGVO: Unternehmen sind nicht sicherer geworden

28.05.2019

Die Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung hat bei 53 Prozent der Unternehmen zu keinem erhöhten Sicherheitsniveau geführt. Aber immerhin: knapp zwei Drittel der Befragten (62 %) Unternehmen bestätigen auch, dass die neue Verordnung die wirtschaftliche Entwicklung der Firmen nicht gebremst hat.

Ein Jahr nach Inkrafttreten der DSGVO hat sich laut aktueller Austrian Business Check-Umfrage am Sicherheitsempfinden in den Firmen wenig geändert. 53 Prozent der befragten Unternehmen geben zu, dass die DSGVO nichts am bestehenden Sicherheitsniveau verändert hat. Im Gegensatz dazu nehmen gerade einmal 14 Prozent Verbesserungen „auf ganzer Linie“ wahr. Für sie hat die neue EU-Verordnung sehr wohl zu einer gravierenden Sensibilisierung im Umgang mit Daten geführt. Ein Drittel der Betriebe (33 %) erkennt immerhin Veränderungen in einzelnen Bereichen.

Während im Burgenland (77 %) und in Salzburg (72 %) deutliche Anstiege zu verzeichnen sind, erkennen vier von fünf Kärntner Unternehmen (80 %) keine spürbare Veränderung. In der Dienstleistungsbranche (54 %) hat sich das Sicherheitsniveau noch am ehesten erhöht. „Der allgemeine Aufruhr im vergangenen Jahr hat in den Firmen zu keiner erhöhten Sorgfalt im Umgang mit Daten geführt. Auch, weil in der Praxis eher verwarnt wird und sich das bisherige Strafausmaß in einem Rahmen bewegt hat, das den Unternehmen kaum Schmerzen bereiten würde“, analysiert Gerhard Wagner, Geschäftsführer der KSV1870 Information GmbH.

Finanzen: DSGVO ist kein Bremsklotz

Entgegen der allgemeinen Befürchtung, die neue EU-Verordnung könnte die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen maßgeblich negativ beeinflussen, zeichnen die Umfrage-Ergebnisse ein anderes Bild. 62 Prozent der Befragten geben an, dass sich die DSGVO nicht negativ auf die Unternehmensfinanzen ausgewirkt hat. Gerade einmal fünf Prozent der Betriebe sehen das anders: Für sie hat die neue Regelung sehr wohl negativen Einfluss genommen – sogar in hohem Ausmaß. Weitere 30 Prozent sehen es nicht ganz so dramatisch, geben aber zu, dass die DSGVO zumindest ein kleiner Bremsklotz für die Finanzen ist. Laut Austrian Business Check ist das am häufigsten im Handel (48 %) der Fall.

Jene Maßnahme, die bislang am häufigsten umgesetzt wurde, bezieht sich auf Daten- und IT-Sicherheitsmaßnahmen (52 %), die eingeführt oder angepasst wurden. Knapp dahinter folgen „Zustimmungserklärungen zur Datenverarbeitung sind eingeholt“ mit 51 Prozent und es wurde, wenn nötig, ein Datenschutzbeauftragter installiert (50 %). „Im Vergleich zum Vorjahr haben die Unternehmen zwar einiges weitergebracht, trotzdem passiert das insgesamt zu langsam. Hier gehört das Tempo deutlich erhöht, um tatsächlich datenschutzkonform zu agieren“, so Wagner. Beim geforderten „Verzeichnis der Verarbeitungen“ hat aktuell noch immer jedes zweite Unternehmen gehörigen Aufholbedarf. In diesem Bereich sind Dienstleistungsbetriebe (55 %) noch am besten aufgestellt. Alarmierend: 10 Prozent der Betriebe haben bis jetzt noch keine einzige Maßnahme gesetzt – in Tirol sind es sogar 31 Prozent.

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