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Ein EHI-Whitepaper zeigt, welche Maßnahmen Firmen anstellen, um ihren Personalbestand zu sichern.

EHI-Studie: So steuern Firmen dem Fachkräftemangel entgegen

27.07.2017

Die aktuelle EHI-Studie „Personal in der Handelslogistik 2017“ zeigt, wie Personal an das Unternehmen gebunden werden kann.

Mit gezielten Maßnahmen soll dem Fachkräftemangel in der Logistik im Handel entgegengesteuert werden: Um die Mitarbeiterzahl und -qualifikation für die Zukunft zu sichern, setzen Händler vor allem auf die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und auf Gesundheitsprogramme, so die EHI-Studie „Personal in der Handelslogistik 2017“.

Die Händler wollen ihren Personalbestand zukünftig in ausreichendem Maße sicherstellen und die Mitarbeiterqualifikation steigern. Dabei setzen 96 Prozent der befragten Handelsunternehmen auf Aus- und Weiterbildung für das eigene Personal, bei den übrigen 4 Prozent ist dies zumindest in Planung.

65 Prozent bieten hier z.B. Job-Rotation an. Damit lernen die Mitarbeiter auch das Umfeld ihres Verantwortungsbereichs besser kennen und können u.a. bei Personalausfällen leichter als Ersatzkräfte eingesetzt werden. Als weitere Maßnahme, um die Mitarbeiterzahl zu sichern, führen 65 Prozent zusätzliche Recruiting-Maßnahmen durch.

Arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeitmodelle wie Teil- oder Gleitzeit bzw. Homeoffice steigern die Attraktivität des Arbeitsplatzes. Sie lassen sich allerdings am ehesten in der Verwaltung (61 Prozent) und mit Einschränkungen auf Lager- und Verkaufsstellenebene (35 Prozent und 29 Prozent) umsetzen. Im Bereich Fuhrpark/Transport können sich das aktuell nur 5 Prozent vorstellen.

Auch die Gesundheit der Mitarbeiter steht für viele Händler im Fokus. 61 Prozent haben präventive Gesundheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz im Angebot und mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Teilnehmer bietet Schulungen an, die zum Erhalt der Gesundheit im privaten Bereich beitragen sollen. 39 Prozent stellen ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze zur Verfügung, weitere 44 Prozent machen oder planen dies zumindest in Teilbereichen.

Outsourcing-Maßnahmen, die dem Unternehmen mehr Flexibilität ermöglichen, werden nach Ansicht der Befragten auch in Zukunft insbesondere im Fuhrpark und Transport eine große Rolle spielen.

35 Prozent gehen hier von einer Zunahme der Maßnahmen aus, 55 Prozent erwarten ein gleichbleibendes Niveau. Aber auch in der Filiallogistik erwarten 38 Prozent der Händler einen größeren Outsourcing-Anteil. Für Organisation und Verwaltung setzen die meisten Handelsunternehmen (78 Prozent) auf die eigenen Mitarbeiter.

Das EHI-Whitepaper „Personal in der Handelslogistik 2017“ ist im kostenlosen Download verfügbar.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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