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Die WKO präsentierte die Studie zur Digitalen Transformation. Am Podium (v.l.nr.) Alexander Keßler, WU Wien; Sophia Pipke Arthur D. Little; Alfred Harl, UBIT; Sonja Zwazl WKNÖ; Walter Ruck, WKW; Jan Trionow, 3

Digitalisierung: KMUs fühlen sich schlecht informiert

05.09.2017

Eine Studie von Arthur D. Little im Auftrag des UBIT zeigt: Die österreichischen KMUs wissen um die Notwendigkeit der Digitalisierung, haben aber Schwierigkeiten bei der Umsetzung,

Nur wenige KMUs sind bereits digitale Champions
KMUs sehen Chancen, aber auch Risiken bei der Digitalisierung

Wie halten Sie es mit der Digitalisierung? Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) wollte es genau wissen und erstellte zusammen mit der der Beratungsgesellschaft Arthur D.Little einen Digitalisierungsindex österreichischer KMUs. Dazu wurden 2017  rund 1700 Unternehmen online befragt. Dabei zeigte sich: Auf einem Index von 0-100, von digitaler Neuling bis digitaler Champion findet sich ein Großteil der Unternehmen im unteren Bereich der Skala wieder. Dabei gibt es durchaus Unterschiede in den Branchen. In den Sparten Information und Consulting ist man bereits am weitesteten fortgeschritten, Gewerbe und Handel hingegen hinken noch hinterher.

Sonja Zwazl: Beratung ist alles

Dabei sehen die Unternehmen durchaus die Vorteile der digitalen Transformation. Die Unternehmen hoffen vor allem auf Hilfe bei der Gewinnung von Neukunden (62 %) und eine Möglichkeit zur Kostenersparnis (52%). Allerdings glauben auch 36 % der Umfrage-Teilnehmer, dass Ihnen das Know-how zur Umsetzung fehlt, 31 % beklagen fehlende oder schwer definierbare Ziele. Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich: „Die Unternehmen brauchen Beratung, gezielte Informationen. Wir müssen für unsere Unternehmen Wegbegleiter bei der Digitalisierung sein. Denn diese Entwicklung ist unaufhaltsam.“

Jan Trionow: 3 schafft die Voraussetzungen

Daneben müssen auch die technischen Voraussetzungen für die digitale Transformation geschaffen werde. Dazu gehört insbesondere ein schneller Internet-Anschluss. Jan Trionow, CEO von 3: „Wir haben mittlerweile 98 Prozent Österreichs mit 4G versorgt, mehr als 140.000 Betriebe können nun diese Dienste nutzen. Dort wo Drei LTE anbietet hat sich die Datennutzung bei den KMUs schlagartig verdoppelt, ländliche KMUs nutzen das Netz sogar noch um 20 Prozent intensiver, als die im städtischen Bereich.“ Doch der Ausbau soll weitergehen. Und so stellt Trionow gleich den Politikern die Rute ins Fenster. Für das künftig 5G-Netz müssten Rahmenbedingungen gefunden werden, die den Netzbetreibern es möglich mach ihre Investitionen wieder zurück zu verdienen. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für Antennenstandorte, aber vor allem auch die Lizenzen für die Frequenznutzung.

Alfred Harl: Digitalisierung wird auch Arbeitsplätze vernichten

„Ja, die Digitalisierung wird Arbeitsplätze vernichten, aber auch viele schaffen. Alleine in der IT Branche entstehen 10.000 neue, mit Berufsbildern, wie wir sie heute zum Teil noch gar nicht kennen.“ sagt Alfred Harl, Obmann UBIT der WKO. Oberstes Ziel sei es deshalb, die Digitalisierung bereits bei der Ausbildung zu berücksichtigen. Auf den Unis, den Fachhochschulen, aber auch in der Lehre. „Die Lehrpläne müssen entsprechend angepasst werden.“ Harl möchte die Digitalisierung zur Chefsache machen und fordert von der kommenden Regierung einen Masterplan, dessen Umsetzung aber in jedem Fall überwacht werden muss.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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