Direkt zum Inhalt

Die Futura bleibt

22.10.2014

Es ist nach der Futura viel diskutiert worden. Veränderungen seien unumgänglich, hieß es. Heute ging die zweiten Diskussions-Runde zur Messe-Zukunft über die Bühne. Und es gibt ein Ergebnis.

Die WW-Hersteller wünschen sich eine starke Fach-Herbstmesse, die Braunwaren-Industrie tendiert zum Frühjahr, viele bevorzugen im Herbst eine große Publikumsmesse, wobei „die UE bereit ist, sich in kleinem Rahmen an einer Fachhandelsmesse wie einer dreitägigen Futura Neu zu beteiligen“, wie Christian Blumberger, Sprecher CE Forum, betont (Update 17 Uhr). Außerdem zeigen sich mit der Frequenz der letzten Futura einige Aussteller unzufrieden. So die (stark) verkürzte und verallgemeinerte Ausgangslage für die heutige Messe-Diskussion.

Selten war die Stimmung nach einer Futura so angeheizt, wie heuer. Laute Töne gab's bei der Diskussion aber nicht. Im Gegenteil. Die Stimmung war gut und gelöst, sagt Reed Messedirektor Johann Jungreithmair zu Elektrojournal Online. Der FEEI, die Foren-Vertreter und die Verbände setzten sich heute an einen Tisch, um die Messe-Weichen für 2015 zu stellen.  

FJOT und Futura fix

Fixiert wurden die Frühjahrs-Ordertage. Sie gehen am 10. und 11. April in Salzburg über die Bühne. Fix ist auch die Futura. Die Branchen-Leitmesse wird im Herbst 2015 von Donnerstag bis Samstag stattfinden. Also nur mehr an drei Tagen und wieder in zeitlicher Nähe zur IFA. Der Standort bleibt Salzburg. Eine Öffnung fürs Publikum wird es nicht geben.

Feinkonzeptionierung

Das heißt aber nicht, dass alles beim Alten bleibt. Nächste Woche beginnt die Feinkonzeptionierung der Futura. Jungreithmair will sich dazu mit Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik zusammensetzen, um die Wünsche der Händler möglichst zu berücksichtigen. Das Bundesgremium befragte schließlich den Handel. Ende Jänner sollen dann alle Beteiligten zusammenkommen und Konzepte präsentieren. „Wir wollen die Futura ungefähr zum Zeitpunkt der Frühjahrs-Ordertage ausschreiben", sagt Jungreithmair. So also der Fahrplan für die nächsten Monate.

Jungreithmair will sich die Messe nicht schlecht reden lassen. So seien alle Kooperationen mit der Messe sehr zufrieden gewesen. „Sie haben mehr Geschäft gemacht, als in den Jahren zuvor." Jungreithmair betont auch, dass die heutigen Beschlüsse einstimmig gefallen sind und es somit ein klares Bekenntnis zur Futura gibt. "Daran ist nicht zu rütteln."

Wehmut aber nicht die Muppet-Show

Zwölf Jahre begleitet Jungreitmair nun schon die Futura. Heuer war es „seine“ letzte. Wie berichtet, zieht es ihn in den Ruhestand. „Nach so einer langen Zeit ist natürlich viel Wehmut dabei. Schließlich haben sich auch viele Freundschaften entwickelt“, sagt er. Trotzdem, dabei sein wird er bei den Frühjahrs-Ordertagen nicht. „Ich möchte meine Nachfolger in Ruhe arbeiten lassen. Ich möchte nicht wie die beiden Alten aus der Muppet-Show werden und alles beobachten und kommentieren“, scherzt er.

Autor/in:
Alexander Zechmeister
Werbung

Weiterführende Themen

Branche
23.09.2015

Jetzt sind sie da, die Ergebnisse der Besucherbefragung. Acht von zehn Befragten meinen laut dieser, von der Futura profitiert zu haben.

Christian Blumberger sieht HB Austria weiter beim Fachhandel verankert.
Branche
22.09.2015

„Entweder man ist schwanger, oder nicht.“ Es gebe keinen Mittelweg. HB Austria-Chef Christian Blumberger sieht den Antrag auf Sanierung des Unternehmens als den richtigen Schritt an. Auf der ...

Veranstalter-Team: Paul Hammerl, Benedikt Binder-Krieglstein, Barbara Riedl und Gerhard Perschy
Branche
21.09.2015

4.500 Besucher zählten die Veranstalter auf der heurigen Futura. Das sind klar weniger, als im Jahr davor. Der Vergleich hinkt allerdings aufgrund verschobener Rahmenbedingungen. Nun ...

„Die Aufgabe eines Unternehmens sollte sein, auf dem Markt eine gute Performance hinzulegen und nicht nur kurzfristig möglichst viele Kosten zu sparen"
Branche
11.09.2015

Red Zac-Vorstand Alexander Klaus kann nicht nachvollziehen, warum mancher Gerätehersteller offenbar kein Interesse an einer rot-weiß-rote Fachhandelsmesse hat. Schließlich gehe es um langfristige ...

Werbung