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Der Elektrohandel ist einsame Spitze – gerade wenn’s um die Rentabilität geht

14.10.2008

Und nun die gute Nachricht: Im Branchen-Vergleich weist der Elektrohandel mit einem Durchschnitt von 3,2 Prozent die höchste Umsatz-Rentabilität auf. Innerhalb der Betriebe zeigt sich freilich Polarisierung.

KMU Forschung Austria hat rund 25.000 Jahresabschlüsse bilanzierender Handels-Unternehmen analysiert und dabei eine zunehmende Angleichung wesentlicher betriebswirtschaftlicher Indikatoren ans Niveau anderer Wirtschaftsbereiche festgestellt. Dabei zeigt sich starke Polarisierung: Zwölf Prozent der Unternehmen verfügen über eine Eigenkapital-Quote von über 20 Prozent und einen Gewinn vor Steuern von über fünf Prozent der Betriebsleistung. Demgegenüber befinden sich 23 Prozent der Unternehmen in katastrophaler Situation und Überschuldung.

Immerhin - zwischen 2002/03 und 2006/07 hat sich der Anteil der Top-Unternehmen um drei Prozentpunkte erhöht, jener der überschuldeten Firmen um vier Prozentpunkte verringert. Peter Voithofer, Geschäftsführer der KMU Forschung: "Trotz der Verbesserung besteht noch Aufholbedarf. Bei wesentlichen Ertrags-Kennzahlen liegt der Handel unter dem Schnitt der marktorientierten Wirtschaft."

Elektrohandel zahlt sich aus

Die Umsatz-Rentabilität (Gewinn vor Ertrags-Steuern in Prozent des Umsatzes) beträgt im Handel rund 2,2 Prozent. Im sektoralen Vergleich ist die Ertragskraft der Großhandels-Betriebe mit 2,8 Prozent am stärksten, während der Einzelhandel etwa bei 1,5 Prozent liegt. Auch hier sind die Unterschiede zum Teil beträchtlich: Das obere Quartil der Handels-Unternehmen erreicht 8,5 Prozent und mehr, das untere Quartil im Einzelhandel sogar einen Verlust von zwölf Prozent. Ausreißer nach oben ist der Elektrohandel mit einer Rentabilität von 3,2 Prozent, gefolgt vom Fotohandel (2,7 Prozent). Der Möbelhandel liegt bei 1,1 Prozent. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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