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„Das Jahr der Wahrheit!“ Neue Flächen & Pop-up-Stores in Wien

07.01.2014

Die Flächen im Handel werden weniger, sagen die Standortberater von RegioPlan. Trotzdem werden in Wien 2014 wieder Shoppingcenter aus dem Boden gestampft. Zusätzlich werden in noblen Innenstadtlagen neue kleine Geschäfte eröffnet. Für die Wiens Shopping-Hotspot Mariahilfer Straße sei heuer das "Jahr der Wahrheit", meint der Immobiliendienstleister EHL.

Im Frühjahr stehen auf der umgestalteten Shoppingmeile einige Flächenneuverwertungen an. "Dass die gegenwärtige unklare Gestaltung der Fußgängerzone für manche Branchen Probleme bringt, ist bereits evident, ob sie die Mariahilfer Straße umgekehrt für andere Anbieter attraktiver macht, wird sich bis Jahresmitte wahrscheinlich recht eindeutig zeigen", meint EHL-Experte Jörg Bitzer.

 

Neben der "Mahü" bekommen die Wiener heuer einige neue Shoppingmöglichkeiten. Im 21. Bezirk kommt das 18.000 Quadratmeter große City Gate, im Westen wird das Aufhofcenter nach der Erweiterung 2012 mit nochmals 10.000 Quadratmetern eines der größten Einkaufszentren der Stadt. Für den Herbst ist dann die Eröffnung der 20.000 Quadratmeter großen BahnhofCity am Hauptbahnhof angesetzt. Im Stadtzentrum soll - pünktlich zum nächsten Weihnachtsgeschäft - das "Goldene Quartier" in den Tuchlauben fertiggestellt werden. Auf etwa 11.5000 Quadratmetern werden dort internationale Luxusketten ihre Waren feilbieten.

 

Platzhirsche wie das SCS oder das Donauzentrum müssen sich möglicherweise warm anziehen, denn die Vorvermietung bei den neuen Projekten laufe angeblich gut. Der stationäre Einzelhandel wiederum muss sich auf Konkurrenz aus dem Container gefasst machen. Sogenannte Pop-up-Stores werden in vielfältigen Formen auf den Markt drängen, glaubt EHL. Das sind kleine Geschäfte in meist hochfrequentierten Lagen, die nur für einige Tage bis Wochen existieren und neue Produkte zu vergleichsweise günstigen Preisen anbieten.

Künftig werden die Stationär-Flächen aber ein anderes Gesicht bekommen, glaubt RegioPlan-Chef Wolfgang Richter. „Wir werden mehr Showrooms und Pop-up-stores, mehr Spektakel, Erlebnis und Aufenthaltsqualität in den Geschäften haben. Und dies funktioniert nicht mehr an jeder Ecke, sondern nur selektiv. Die steigende Bedeutung des Onlinehandels verlangt ein Rundummarkenerlebnis – vom stationären Geschäft bis hin zum gesamten virtuellen Auftritt."

Wie berichtet wurde auch in Ried im Innkreis der Grundstein für ein neues EKZ inklusive Media Markt gelegt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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