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„Bosch in der Muttermilch!“ Daniel Engelhard ist der neue Markenleiter

10.04.2013

35 Jahre ist Daniel Engelhard jung. Er legte eine beispiellose Karriere hin. Nun ist er Markenleiter von Bosch Hausgeräte Österreich. Im Zentrum seiner Strategien steht der Mittelstand. Dieser sei das Rückgrat von Bosch. Elektrojournal sprach mit dem gebürtigen Münchner über selektiven Vertrieb, Multichanneling, seinen Strategie-Fahrplan und die kulturelle Nähe der Bayern zu den Österreichern.

„Guten Tag. Mein Name ist Daniel Engelhard”, grüßt der junge Mann freundlich. Er wirkt entspannt und gut gelaunt. „Für das Foto setzte ich mich schon mal in den Stuhl von Peter Henner“, scherzt er.

Dabei lastet auf den Schultern des 35-Jährigen eine Riese-Verantwortung. Er folgt Peter Henner als Geschäftsleiter von Bosch Hausgeräte Österreich nach. Für Henner ist Engelhard der richtige Mann. „Das Baby ist in absolut guten Händen“, streut er Rosen. „Daniel Engelhard hat in seiner Muttermilch schon Bosch mitbekommen. Er hat nach dem Studium bei Bosch begonnen und ist neun Jahre später Geschäftsleiter in Österreich. Das ist eine Rekordkarriere.“

 

Henner hat Recht. Engelhard legte wirklich eine steile Karriere hin. 2004 begann er nach dem Studium bei der Bosch in Deutschland als Trainee. Dann übernahm der gebürtige Münchner das Key Account für Expert, Media Markt und Saturn in Deutschland. 2009 wurde er Vertriebsleiter bei Bosch für die Region Süd. Er beackerte große Teile Bayerns. Nun geht die Karriere in Österreich weiter. Mit Juni übernimmt er endgültig das Zepter von Peter Henner. Und das mit nur 35 Jahren? „Das Alter spielt doch keine Rolle. Es kommt drauf an, was man tut und ob man die Erwartungshaltungen erfüllen kann“, sagt Engelhard.

 

Mittelstand ist das Rückgrat

 
Das Bosch Hausgeräte-Schiff segelt auf Kurs, erfolgreich übers Branchen-Meer. Darum sieht Engelhard auch keinen Grund, das Steuerrad strategisch rumzureißen. Er will in der gleichen Richtung weiterfahren. „Es ist schön, in ein funktionierendes System einzusteigen." Vorrangig sei es für ihn jetzt, die Probleme der Handelspartner zu verstehen, die Wettbewerbssituation zwischen Großfläche und Internet genau zu kennen. „Wenn ich den Markt wirklich kenne, können wir künftige Strategien entwickeln.“ Im Zentrum seiner Strategien steht der Mittelstand. „Bosch ist mit der Größe natürlich ein Allkanal-Anbieter. Der Mittelstand ist aber unser Rückgrat. Und das wird auch so bleiben.“ Aufgrund der ländlichen Struktur von Österreich und den vielen Nahversorger, gelte das hierzulande besonders.

 

Selektive Vermarktung & Mulitichanneling

 

Trotzdem, für den Mittelstand ist es zwischen Großfläche und Internet bekanntlich eng. „Eine gewisse selektive Vermarktung hat immer wieder zu Erfolg geführt. Sich abheben ist ein gutes Konzept. Wir haben zum Beispiel die Österreich-Edition“, sagt Engelhard. Er will die Boch Exclusiv-Partner und die Concept-Händler weiter forcieren. „Wir sind ein starker Partner des Handels und das bleiben wir“, gibt er die Devise aus.

Für einen zukünftigen Fahrplan will er zudem seine Erfahrungen mit dem deutschen Markt nutzen. „Es wäre aber falsch zu glauben, nur weil etwas in Deutschland funktioniert, müsse es auch in Österreich funktionieren.“ Darum will er natürlich von den Expertisen der neuen Kollegen profitieren.

 

Strategie hin, Strategie her, die Fachhändler werden nicht drum rum kommen, im Internet mitzuspielen. Das Web bringe auch neue Chancen, meint Engelhard. Schließlich macht es die Welt auch regionaler. „Wenn ich aber bei regionalen Suchanfragen nicht aufscheine, dann verliere ich.“ Apropos Internet: Bosch startete kürzlich einen Facebook-Auftritt.

 

Seinen Führungsstil beschreibt Engelhard als „kooperativ“ und „offen“.  Und mit „den Österreichern“ kann er sowieso sehr gut. „Als Bayer fühle ich mich den Österreichern kulturell näher als einem Flensburger. Ich möchte aber nicht meinen lieben Kollegen in Deutschland zu nahe treten", lacht er.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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