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Bei B&O ist Feuer am Dach: Vorstandschef Sørensen muss nach Umsatzeinbruch seinen Hut nehmen

11.01.2008
B&O

Der 56-Jährige muss für den 28-prozentigen Absturz der B&O-Aktie sowie die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten büßen. Der Aufsichtsrat kündigte einen "Strategiewechsel" und eine "Rückbesinnung aufs Kerngeschäft" an. Detail am Rande: Nach der Bekanntgabe der Kündigung fiel die B&O-Aktie gleich um weitere drei Prozent.

Trotz der eher schlechten wirtschaftlichen Situation des Unternehmens zeigten sich die Analysten vom unfreiwilligen Abgang des Vorstandschefs ziemlich überrascht. "Sørensen hat die richtigen Mittel gewählt, um den Umsatz zu steigern", meinte etwa Jacob Pedersen, Analyst von Sydbank, zur dänischen Zeitung Börsen.

Sørensen, seit 2001 im Amt, hatte unter anderem das Produktsortiment vergrößert. Allerdings ohne dauerhaften Erfolg, wie man am Bereich Hi-Fi-Anlagen für Autos erkennen kann. VW-Tochter Audi ist (neben Aston Martin) der einzige nennenswerte Autohersteller, den man hier als Kunden gewinnen konnte.

Im letzten Quartal (Ende November 2007) wurde der Vorsteuergewinn von 181 Millionen Kronen auf 94 Millionen Kronen fast halbiert. Im Dezember habe es dann sogar einen kräftigen Umsatzeinbruch gegeben, weil sich Käufer in den USA und Europa bei teuren UE-Produkten stark zurückgehalten hätten. Zudem kämpfte man in Deutschland und den USA mir erheblichen Vertriebsproblemen. Für das Geschäftsjahr 2007/08 rechnet B&O nun nur noch mit einem Vorsteuergewinn von 360 bis 400 Millionen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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