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Adaptiertes Super-Wochenende & neue Provisionsregelung: Zeitmodell im Handel auf neuen Beinen

14.12.2016

Wirtschaftskammer und Gewerkschaft stellen das Zeitmodell für Handelsangestellte auf neue Beine. Das 2013 auf freiwilliger Basis eingeführte „Super-Wochenende“ muss künftig einmal pro Monat konsumiert werden. Neues gibt’s auch bei den Provisionen.

Mit dem sogenannten „Super-Wochenende“ haben die Sozialpartner im heimischen Handel - die Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) - die Samstagsarbeit im Handel vor rund drei Jahren neu geregelt. Elektrojournal und Elektrojournal Online berichteten.

Nun wurde das Arbeitszeitmodell „Super-Wochenende“ nach einer gemeinsamen Evaluierung adaptiert. Es bleibt dabei, dass Angestellte jeden Samstag nach 13 Uhr dann beschäftigt werden können, wenn sie im Gegenzug fünf verlängerte sogenannte „Super-Wochenenden“ in einem Halbjahr konsumieren. „Super-Wochenende“ bedeutet, durchgehend drei Tage frei zu haben, etwa von Freitag bis Sonntag oder von Samstag bis Montag.

Ein „Pflicht-Super-Wochenende“ pro Monat

Ab 1. Jänner 2017 muss jedoch pro Monat ein „Super-Wochenende“ konsumiert werden, die Übertragung in die nächste Durchrechnungsperiode ist nicht mehr möglich. Stichwort Durchrechnung: Neu ist auch die Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes von früher 26 auf 52 Wochen.

„Für Handelsbetriebe bedeutet die Neugestaltung die Möglichkeit für flexiblere Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten, denn: Die starre Frist für eine zwingende Planung von 13 Wochen im Voraus und der damit verbundene Verwaltungsaufwand fallen künftig weg“, meint Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel und Arbeitgeber-Chefverhandler.

Neu ist auch, dass die Möglichkeit, eine Vereinbarung zur Entlohnung auf Basis „Fixum und Provision“ zu treffen, die künftig für alle Handelsangestellten Gültigkeit hat. Bisher war das nur für so genannte „Reisende“ und „Platzvertreter“ der Fall.

„Damit ist es mit vereinten Kräften gelungen, neue und klare Spielregeln zu schaffen, die für Einkommenssicherheit sorgen. Diese Kombination nimmt vor allen den Beschäftigten im Möbelhandel den Druck, an umsatzstarken Samstagen immer arbeiten zu müssen“, meint Anita Palkovich, zuständige Wirtschaftsbereichssekretärin in der GPA-djp.

In Elektrojournal 9/2013 fragte Elektrojournal übrigens in der Branche nach, wie geil das Super-Wochenende wirklich ist.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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