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Abu Dhabi, wir kommen: die PR-Strategie hinter den WorldSkills 2017

14.03.2017

PR-Maschinerie rund um die WorldSkills 2017 läuft. Im Herbst geht die große Berufsweltmeisterschaft in Abu Dhabi über die Bühne. Die so wichtigen Werbefäden hält Johannes Fraiss in der Hand. Teil 1 des großen Interviews lesen Sie in Elektrojournal 3/2017. Im zweiten Teil fragen wir Fraiss, welche Maßnahmen rund um die WorldSkills 2017 geplant sind.

Elektrojournal: Die PR-Strategie rund um die Skills ist breit und läuft über unterschiedlichste Kanäle. Warum ist es Ihrer Meinung wichtig, Berufsmeisterschaften zu promoten? Und was halten die österreichischen Journalisten von den Skills, wenn Sie mit diesen Off-the-Records-Gespräche führen?

Johannes Fraiss: Berufswettbewerbe sind eine ideale Möglichkeit für Unternehmen, sich als qualifizierter Ausbildungsbetrieb zu präsentieren und so motivierte Jugendliche für eine Lehre zu gewinnen. Auch der Zuschlag an Österreich für die Austragung von EuroSkills 2020 hat die Präsenz dieses Themas in der Öffentlichkeit zuletzt weiter erhöht. Dennoch sind viele Journalisten – v.a. wenn sie nicht von Fachmedien kommen – noch immer überrascht wie erfolgreich Österreich bei internationalen Berufswettbewerben abschneidet. So ist Österreich die insgesamt erfolgreichste Nation bei EuroSkills, weit vor wirtschaftlichen Big Playern wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien.

Elektrojournal: Im Herbst 2017 gehen die Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi über die Bühne. Für die E-Technik geht Wolfgang Brandstetter an den Start. Was plant die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit rund um die WorldSkills?

Fraiss: Neben dem fachlichen Training, das jeder Teilnehmer mit dem „Nationaltrainer“ seines Berufes – im Fachjargon „Experte“ genannt – individuell abstimmt, treffen sich alle österreichischen WorldSkills-Kandidaten auch zu gemeinsamen Teamtrainings.

Elektrojournal: Wie sieht der Fahrplan für diese Trainings konkret aus?

Fraiss: Das erste davon findet am 2. und 3. März in Linz statt, wo wir dankeswerter Weise seit vielen Jahren Gast im Ausbildungszentrum der voestalpine Stahl GmbH sein dürfen. In diesem Rahmen wird es einen ersten Medientermin mit Vorstellung des gesamten Team Austria geben. Insgesamt gehen bei WorldSkills 2017 40 junge Österreicher in 36 Berufen an den Start.
Anfang Juli gibt es im Hochseilgarten der BauAkademie OÖ die nächste Möglichkeit, die jungen Fachkräfte beim Teambuilding und beim gemeinsamen Wettkampftraining zu beobachten.
Daneben organisieren wir (gerne auch auf Wunsch) zahlreiche Einzeltermine, um die Teilnehmer bei ihrer fachlichen Vorbereitung kennenlernen zu können.
Am 18. September schließlich findet die feierliche Offizielle Verabschiedung des Team Austria in der WKÖ statt.

Elektrojournal: Was erwarten Sie sich als Output angesichts all dieser Maßnahmen?

Fraiss: Dass wir den Pressespiegel von WorldSkills 2015 übertreffen (lacht). Nein, im Ernst: Österreich gehört als vergleichsweise kleine Volkswirtschaft zu den erfolgreichsten Nationen bei EuroSkills und WorldSkills - und das wollen wir aufzeigen.
Zwei Beispiele: Markus Thurnes, Installateur aus Tirol, hat bei EuroSkills 2016 in Göteborg die fünfte Goldmedaille in Folge geholt. Das muss man sich einmal vorstellen: In welcher anderen (Sport)Disziplin hat Österreich fünf EM-Titel in Folge geholt?
Matthias Moser, Elektrotechniker aus Tirol, holte „nur“ Silber, erzielte mit 557 von 600 Punkte aber einen neuen österreichischen Rekord bei den E-Technikern. Pech für ihn, dass sein Schweizer Kollege diesmal noch um ein paar Punkte stärker war. Bei allen bisherigen EuroSkills Competitions hätte Markus mit dieser Leistung Gold geholt.

Elektrojournal: Glauben Sie, dass es möglich ist, diese Wettbewerbe in der Bevölkerung ähnlich emotional-patriotisch aufzuladen, wie das etwa bei Sportereignissen der Fall ist?

Fraiss: Ja, davon bin ich überzeugt. Ich gehe auch davon aus, dass wir im Vorfeld von EuroSkills 2020 in Graz das Interesse und die Aufmerksamkeit noch steigern können. Ein Punkt ist sicherlich die publikumswirksame Gestaltung der Bewerbe: Bei einem dreitägigen Wettbewerb fehlt ein wenig das Fiebern um die letzten Hundertstel Sekunden für die Zuschauer. Aber auch dazu werden wir uns mit den Kollegen vom Veranstalterteam in Graz etwas einfallen lassen. Und jeder, der selbst einmal bei einer EuroSkills Competition dabei war, weiß: In puncto Adrenalin steht der EuroSkills-Bewerb dem Hahnenkammrennen um nichts nach.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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