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Abgeblitzt: Keine Lizenz für Interseroh Austria

22.03.2013

Dass Interseroh die Zulassung in Österreich verliert, dieses Gerücht kursierte gestern auf einzelnen Entsorgungsplattformen. Interseroh Austria wehrt sich jetzt. Der Umweltdienstleister verliere nicht die Lizenz, nach derzeitigem Stand der Dinge werde sie aber nicht verlängert. Die Geschichte beginnt bereits vor vier Jahren.

Aus „formalen Gründen“ sei der Lizenz-Verlängerung für Interseroh Austria beim Verwaltungsgerichtshof nicht zugestimmt worden, meint Franz Sauseng, Geschäftsführer von Interseroh Austria. Es geht um das Sammel- und Verwertungssystem für gewerblich Verpackungen, Elektroaltgeräte und Batterien sind von der Entscheidung nicht betroffen.
 

Das Rad begann sich Ende 2008 zu drehen, als Interseroh Austria (damals noch EVA) beim Lebensministerium mit der Genehmigungsverlängerung für den Betrieb eines „Verpackungssammel- und Verwertungssystems für gewerblich anfallende Verpackungen“ abblitzte. Die EVA erhob Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof, der erkannte der Entscheidung des Ministeriums aufschiebende Wirkung zu. Das heißt, der Genehmigungsbescheid von 1997 blieb gültig, die EVA konnte weiter wie gehabt ihr System betreiben.

 

Sprung in die Gegenwart: Ende Februar kam der Verwaltungsgerichtshof zu einer Entscheidung und wies die Beschwerde der EVA, inzwischen Interseroh Austria, ab. Das heißt, nach derzeitigem Stand der Dinge ist die Lizenz futsch. Die möchte Intereseroh nun neu beantragen. „Die Vorgehensweise ist bereits mit dem zuständigen Ministerium abgestimmt“, so Sausneg. Die gewerblich anfallenden Verpackungen wickelt Interseroh ab sofort rechtswirksam über die Tochter Profitara Austria ab.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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