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360-Grad-Studie: Wie Betriebe den „War for Talents“ gewinnen

05.03.2019

Eine aktuelle Umfrage von WIFI Wien und Marketagent.com online reSEARCH stellt die Erfahrungen und Erwartungen von über 90 Personalverantwortlichen mit den Sichtweisen von über 500 Arbeitnehmern gegenüber.

Im „War for Talents“, dem Kampf um Nachwuchstalente und Top-Absolventen, spielen neben der rein materiellen Ausstattung einer Position vor allem Benefits und Weiterbildung eine bedeutende Rolle. Für Unternehmen heißt das, besondere Anreize zu schaffen, um Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

Fragt man die Arbeitnehmer, was bei einem potentiellen Arbeitgeber am wichtigsten ist, kristallisiert sich die faire Entlohnung/Gehältertransparenz als das führende Kriterium heraus (53,3%). Im Vergleich dazu denken nur 38% der Personalverantwortlichen, dass dieser Aspekt für die Arbeitnehmer eine sehr hohe Wichtigkeit hat.

Arbeitsplatzsicherheit hat für die Arbeitnehmer einen deutlich höheren Stellenwert als Karriere. Für fast drei Viertel ist es sehr wichtig, dass ihr Arbeitgeber einen sicheren Arbeitsplatz bietet. Im Vergleich dazu weisen 2 von 5 Befragten den Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen eine sehr hohe Wichtigkeit zu (41,9%). Besonders wichtig sind die Karrieremöglichkeiten den 15- bis 29-Jährigen. Sie wünschen sich einen steilen Start ins Berufsleben.

Weiterbildung ist Top-Benefit

Was Benefits betrifft, liegt die Einschätzung der Personalverantwortlichen näher an der Wahrnehmung der Arbeitnehmer. Beide sind der Ansicht, dass flexible Arbeitszeiten einen sehr attraktiven Benefit darstellen. Gleiches gilt für die Möglichkeit, aus dem Home-Office zu arbeiten. Die Arbeitnehmer können sich auch für zusätzliche Urlaubstage, vergünstigtes Mittagessen und gratis Erfrischungen wie Obst und Kaffee begeistern. Flexible Arbeitszeiten und Home-Office-Möglichkeiten stehen vor allem bei den 30- bis 49-Jährigen hoch im Kurs. Sie befinden sich in der Rush Hour des Lebens, bringen Beruf und Familie unter einen Hut und sind dankbar für Flexibilität.

Während rund drei Viertel der Befragten Arbeitnehmer Weiterbildung als sehr oder eher wichtig erachten, denken sogar 88% der Personalverantwortlichen, dass Weiterbildung ihren Mitarbeitern wichtig ist. Arbeitnehmer, die aktuell auf der Suche nach einer neuen Anstellung sind, weisen der Weiterbildung einen deutlich höheren Stellenwert zu.

Fachkräftemangel

Was die Schwierigkeit der Mitarbeitersuche des Unternehmens betrifft, scheiden sich die Geister. Während 4 von 10 Arbeitnehmern der Ansicht sind, das Unternehmen hat es (eher) leicht, neue Mitarbeiter zu finden, bewerten die befragten Personalverantwortlichen ihre Chancen diametral anders. Hier sind es 4 von 10, die der Ansicht sind, dass es das Unternehmen (eher) schwer hat, aktuell neue Mitarbeiter zu finden.

2 von 5 Arbeitnehmern sind zudem der Ansicht, dass es für sie (eher) leicht wäre, eine gleichwertige oder bessere Anstellung zu finden. Je jünger die Befragten, umso optimistischer sind sie. Männer schätzen ihre Chancen ebenfalls besser ein als Frauen.

Auch den Fachkräftemangel im Unternehmen nehmen die Personalverantwortlichen deutlich gravierender wahr als die befragten Arbeitnehmer. 38% der Arbeitnehmer sind der Ansicht, dass ihr Unternehmen von einem Fachkräftemangel betroffen sei. Bei den Personalverantwortlichen sind es zwei Drittel (64,1%). Als Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel wird auf eine stärkere Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen, auf Imagepflege/Employer Branding und Weiterbildung der Mitarbeiter gesetzt. Sowohl die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen als auch die verstärkten Weiterbildungsaktivitäten stoßen bei den befragten Arbeitnehmern auf große Zustimmung.

„Mitarbeiter sind das größte Kapital eines Unternehmens. Doch nur die besten und von den besten die richtigen halten die Unternehmen auf Erfolgskurs. Denn Top-Mitarbeiter sorgen für Top-Ergebnisse, die Unternehmen zu Spitzenreitern ihrer Branche machen. Den Kampf um die besten Talente gewinnen Unternehmen, wenn sie die Wertewelt ihrer Mitarbeiter verstehen. Genau dieses Werteverständnis befindet sich im Wandel“, ist Barbara Kluger-Schieder, Institutsleiterin des WIFI Wien, überzeugt.

Hier können Sie die Umfrageergebnisse als PDF runterladen.

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