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2016 kommt die Registrierkassenpflicht

21.07.2015

Am 07. Juli wurde das Steuerreformgesetzt 2015/2016 vom Nationalrat beschlossen und damit auch die Registrierkassenpflicht. Trotz Bemühungen der WKO wurden die Anregungen der Wirtschaft nicht berücksichtigt, im Gegenteil findet sich im Gesetzesbeschluss sogar noch eine Verschärfung:

Trotz aller Widerstände ist die Registrierkassenpflicht nun beschlossene Sache

Vorgesehen war, dass nur Betriebe, die in überwiegender Anzahl Barumsätze tätigen, ab einem Umsatz von 15.000 Euro eine Registrierkassa verwenden beziehungsweise ihr EDV-System mit einer vom Finanzministerium vorgeschriebenen Ausstattung erweitern müssen.
Wären zuvor nur Betriebe mit mehr als 50 Prozent Barumsatz betroffen gewesen ist nun auch diese Einschränkung weggefallen. Einzige Ausnahmen sind Betriebe mit:

  • Einem Jahresumsatz unter 15.000 Euro
  • Einem Jahresumsatz ab 15.000 Euro und Barumsätzen bis zu 7.500 Euro pro Jahr

Als Barumsatz zählt auch die Zahlung mit Bankomat-  oder Kreditkarte, Barschecks, vergleichbare  elektronische Zahlungsformen, Gutscheine, Bons und Geschenkmünzen.
Die Registrierkassenpflicht tritt mit 1.1.2016 in Kraft. Bei Warenausgabe- und Dienstleistungsautomaten tritt sie mit 1.1.2017 in Kraft.
Die Bestimmungen zu technischen Sicherheitseinrichtungen gegen Manipulation treten mit 1.1.2017 in Kraft. Bei vor dem 1.1. 2016 in Betrieb genommenen Warenausgabe- und Dienstleistungsautomaten, die nicht den Anforderungen der Registrierlassen- und Belegerteilungspflicht entsprechen mit 1.1.2027.

Wie die technischen Sicherheitseinrichtungen gegen Manipulation ausgestattet sein müssen ist noch unklar. Hier bringt sich das Bundesgremium aktiv ein und wird so bald als möglich eine Lösung präsentieren. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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