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Drohnen-Abwehrsysteme können unbemannte Flugobjekte anhand unterschiedlicher Audio-, Funk- und Videosensoren erkennen und identifizieren.

ÖWD: Nachfrage nach Drohnen-Abwehrsystemen steigt stark

19.12.2016

Durch Analyse und intelligente Mustererkennung werden Drohnen bei einem neuen ÖWD-Dienst automatisch erkannt und klassifiziert. Abwehrmaßnahmen können automatisch aktiviert und das ÖWD Notruf ServiceCenter benachrichtigt werden.

Das österreichische Sicherheitsunternehmen ÖWD security & services verzeichnet eine steigende Nachfrage nach Drohnen-Abwehrsystemen: Die kleinen ferngesteuerten Flugobjekte stellen für Firmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen eine zunehmende Bedrohung dar. Eine eigene Projektgruppe im ÖWD beschäftigt sich daher mit den zukünftigen Bedrohungsszenarien durch Drohnen und den entsprechenden Abwehrmöglichkeiten.

Dazu Alfred Lozinsek, Bereichsleiter bei ÖWD, im Rahmen einer Präsentation im Klagenfurter Lakesidepark: „Wir spüren hier eine deutliche Zunahme der Anfragen, Drohnenabwehr ist in den USA längst ein großes Thema und das wird es bald auch bei uns sein.“

Die Bedrohung durch Drohnen sei vielfältig, so Lozinsek, sie reicht von möglichen Sprengstoff-Attentaten bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen oder Konzerten bis hin zur Attacke und Spionage in Rechenzentren. Auch beim Schmuggel, beispielsweise in Gefängnissen, kommen Drohnen zum Einsatz.

ÖWD schult sein Team entsprechend ein und setzt auf das Abwehrsystem des deutschen Herstellers Dedrone: Dieses System identifiziert unbemannte Flugobjekte anhand unterschiedlicher Audio-, Funk- und Videosensoren. Dabei können unterschiedliche Typen von Drohnen erkannt werden, beginnend bei Einsteigermodellen, welche mit dem Smartphone gesteuert werden, oder etwa Drohnen mit Bordkamera, die mit eigener Funksteuerung zu bedienen sind.

Die Geräte werden auch identifiziert, um feststellen zu können, ob eine bestimmte Drohne häufiger in der gleichen Gegend unterwegs ist. Auf diese Weise kann die von der Drohne ausgehende Gefahr besser eingeschätzt werden, so Lozinsek.

Dieser sagt: „Die Plattform managt in einem Interface die komplette Luftraumüberwachung des Kunden. Eine spezielle Software ermöglicht die Konfiguration von relevanten Sensoren, aktiven und passiven Abwehrmaßnahmen und Alarmen. Über integrierte Schnittstellen für externe Sensor- und Flugdaten wird die Plattform permanent und in Echtzeit mit Informationen aus dem Luftraum versorgt.“

Die Maßnahmen im konkreten Angriffsfall sind vielfältig. Zunächst können Menschen in Sicherheit gebracht, der Drohne die Sicht versperrt, Türen und Tore verschlossen und das Gelände abgesucht werden. Natürlich kann auch die effektive Abwehr der Drohne notwendig sein.

Sogenannte Jammer ermöglichen beispielsweise, Funk- oder GPS-Signale des Flugobjekts zu stören. Aber auch eigene Fangdrohnen mit Netzen und der Abschuss durch Laser oder gar Feuerwaffen sind denkbar. Lozsinsek abschließend: „Wichtig ist hier in jedem Fall der ausschließliche Einsatz von Abwehrmaßnahmen im Rahmen aller entsprechenden Gesetze.“

Autor:
Redaktion Elektrojournal
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