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Ein neuer Latent- wärmespeicher, ent­wickelt vom DLR, soll die Effizienz von Elektroautos erhöhen.

Mehr Effizienz durch Wärmespeicherung

09.01.2018

Auch Besitzer von Elektroautos wollen nicht frieren. Die Heizung geht aber auf die ­ohnehin schon beschränkten Energievorräte. Eine neue Erfindung soll die Heizung effizienter ­machen.

Elektroantriebe sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem klimafreundlichen Verkehrssystem. Eine Herausforderung ist dabei unter anderem der Reichweitenverlust der Fahrzeuge im Winter. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben mit DuoTherm ein Konzept entwickelt, in dem ein effizienter Wärmespeicher die Heizleistung im Elektrofahrzeug übernimmt. Das neuartige Energiespeichersystem wurde im Oktober 2017 auf der internationalen SAE-Konferenz „Thermal Management Systems Symposium“ in Detroit in den USA vorgestellt.

Neuartiges Energiespeichersystem

„Durch den Einsatz metallischer Latentwärmespeicher ist uns die Konzeption eines Energiespeichersystems gelungen, das in der Lage ist, Wärme auf einem sehr hohem Energieniveau zu speichern und somit die Antriebsbatterie vom Heizen des Fahrzeug­innenraums zu entlasten“, erklärt Projektleiter und DLR-Wissenschaftler Mirko Klein Altstedde. Metallische Latentwärmespeicher, wie beispielsweise eine Aluminium-Silizium-Legierung, bringen nicht nur eine hohe spezifische Energiedichte, sondern zudem eine hohe Wärmeleitfähigkeit mit sich. Auf einem kleinen Volumen und einer geringen Masse speichern sie mehr Energie als andere Formen von thermischen Speichern und sind somit gut für den platzsparenden Einbau in Elektroautos geeignet.

Erhöhung der Gesamteffizienz als Ziel

Um neben der Reichweitenerhöhung auch eine generelle Effizienzersteigerung zu erzielen, reicht der alleinige Einsatz von Hochtemperaturspeichern allerdings nicht aus. DuoTherm kombiniert hierzu einen Hochtemperaturspeicher mit einem Niedertemperaturspeicher. Dadurch kann beispielsweise Verlustwärme, die häufig nur auf niedrigen Temperaturen vorliegt, gespeichert werden. In zwei bis drei Jahren soll das Konzept marktreif sein. red

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