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Zwischenstand: Gespräche über umgemodelten KV “auf gutem Weg“

25.06.2015

Die GPA-jp und WKÖ-Bundessparte Handel einigen sich auf den weiteren Fahrplan für den neuen Kollektivvertrag für Handelsangestellte. Bei diesem geht es um nichts Geringeres als ein „zeitgemäßes Modell der Entgeltfindung im Handel, das sich an den Anforderungen der Zukunft orientiert“, wie es in einer Presseaussendung heißt.

„Wir arbeiten intensiv an der größten Systemumstellung im Entgeltbereich, die es in Österreichs Kollektivverträgen bislang gegeben hat.

Die Sozialpartner des Kollektivvertrags für Handelsangestellte (Bundessparte Handel der WKÖ und GPA-djp) verständigten sich im Rahmen einer zweitägigen Arbeitsklausur auf die weiteren Arbeitsschritte für die Entwicklung des neuen Gehalts- und Beschäftigungsgruppenschemas für rund 470.000 Angestellte im österreichischen Handel. Bis Ende 2015 soll die Zielstruktur fertig sein, danach soll bis spätestens Mitte des Jahres 2016 die Detailausarbeitung und die Gestaltung der Einführungsphase abgeschlossen sein, sodass ein In-Kraft-Treten des neuen Schemas mit 1. Jänner 2017 realistisch erscheint.

„Es geht bei diesem Prozess nicht um kosmetische Änderungen von bestehenden Regelungen, sondern wir arbeiten an einem neuen, zeitgemäßen Modell der Entgeltfindung im Handel, das sich an den Anforderungen der Zukunft orientiert und von sowohl von den Angestellten als auch den Arbeitegbern als wertvoll und fair anerkannt wird“, so der Vorsitzende des GPA-djp-Wirtschaftsbereiches Handel, Franz Georg Brantner.

„Wir arbeiten intensiv an der größten Systemumstellung im Entgeltbereich, die es in Österreichs Kollektivverträgen bislang gegeben hat. Es ist daher logisch und verständlich, dass wir uns im Vorfeld auch gründlich mit der Umsetzung und vor allem der betrieblichen Einführung des neuen Schemas auseinandersetzen. Auch brauchen die Handelsbetriebe ausreichend Zeit um sich auf die Umstellung gut vorbereiten zu können. Wir werden daher vor der Einführung den Handel intensiv informieren“, sagt Peter Buchmüller, Spartenobmann der Bundessparte Handel.

Nach Abschluss der Analysephase für den Veränderungsbedarf bei Beschäftigungsgruppen und Gehaltstafeln stand in den letzten Monaten die Arbeit an den Beschreibungen für die neuen Beschäftigungsgruppen auf dem Programm. Dabei galt es die Vielzahl der Berufsbilder im Handel, mögliche Karrieren und die Kriterien für deren Bewertung gut abzubilden. Derzeit laufen erste Vorarbeiten für die Gestaltung einer neuen und einheitlichen Gehaltstafel im Handel. Nach Aussage beider Seiten verläuft der Entwicklungsprozess plangemäß. Das Gesprächsklima wird von beiden Seiten als "sehr gut und konstruktiv" bezeichnet.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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