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Zurück zu den Wurzeln: Blaupunkt-Gruppe sucht sich zweites Standbein in der UE

28.10.2009

Damit würde man quasi zu den unternehmerischen Wurzeln zurück kehren. Keimzelle des Hildesheimer Unternehmens war ja die 1923 gegründete Berliner Radiotelefon- und Apparatefabrik Ideal.

Diese produzierte zunächst Kopfhörer, die mit einem blauen Punkt als Prüfsiegel gekennzeichnet wurden. Daraus entstand nicht nur der heutige Firmenname, sondern (1952) auch das erste UKW-Autoradio der Welt. 1969 folgte schließlich das erste Stereo-Autoradio.

Unter der Ägide des neuen Gesellschafters Aurelius wurde nun eine langfristige Produktstrategie definiert. Neben den Kerngeschäftsfeldern Autoradio, Antenne und Car HiFi möchte Blaupunkt mit innovativen Produkten und Lifestyle-Zubehör wie Kopfhörern oder iPod-Docking Stations neue Akzente setzen. Weitere Produkte aus dem UE-Bereich sollen über Lizenzen angeboten werden. Die ersten Lizenzverträge folgen in den kommenden Monaten. Interessenten geben es jedenfalls schon, wie man ausdrücklich betont.

Interessenten gibt es auch für die Blaupunkt-Lautsprecherproduktion, die Aurelius nach wie vor loswerden möchte. Nachdem sich der frühere Blaupunkt-Eigner Bosch weigerte, die tunesische Produktion an die schweizerisch-indische Longhouse-Gruppe zu verkaufen, seien nun Gespräche mit einem anderen Interessenten begonnen worden, hieß es. Lediglich das Handelsgeschäft mit Lautsprechern soll bei Blaupunkt verbleiben, das Erstausrüstergeschäft wird versilbert.

Die auf Sanierungsfälle spezialisierte Investor Aurelius hatte Bosch das defizitäre Geschäft der Marke Blaupunkt im vergangenen Jahr abgekauft. Aurelius hatte damals 1.800 Mitarbeiter von Bosch übernommen, 300 davon in Hildesheim. Nicht von der Übernahme betroffen war die Erstausrüstung von Neuwagen mit Autoradios und ähnlichen Komponenten, die Bosch im Haus behalten wollte.

In den vergangenen Monaten hat die Blaupunkt-Gruppe einen umfassenden Restrukturierungsprozess durchlaufen. In der nunmehr abgeschlossenen ersten Phase ging es um die gesellschaftsrechtliche Neustrukturierung der einzelnen Geschäftsbereiche, die Straffung des Produktportfolios und die Anpassung der Kosten an die Erfordernisse eines mittelständischen Unternehmens. Aus diesem Grund zog sich Blaupunkt z.B. aus dem hart umkämpften Markt für mobile Navigation zurück.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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