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Zurück in den schwarzen Zahlen: Sharp und Sony mit Gewinn

02.08.2013

Sony Chef Kazuo Hirai kann weitere Erfolge vorweisen. Bessere Verkäufe bei Smartphones und Fernseher haben dem Elektronik-Riesen einen Quartalsgewinn beschert. Auch Sharp schrebt wieder schwarze Zahlen. Schneller als erwartet. Dafür sorgten ein florierendes Geschäft mit Solarmodulen und die von der Regierung forcierte Schwäche der Landeswährung Yen.

Mit der japanischen Industrie scheint's wieder bergauf zu gehen. Panasonic vermeldete erst kürzlich, dass der Umbau greift. Und auch von Sony kommen erfreuliche Nachrichten. Bessere Verkäufe von Fernsehern und Smartphones haben dem japanischen Elektronik-Riesen einen Quartalsgewinn beschert. Der Überschuss fiel in dem Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal mit 3,5 Mrd. Yen (26,92 Mio. Euro) zwar recht dünn aus, doch dem im April 2012 angetretenen Konzernchef Kazuo Hirai gelang es damit, die jahrelang massiven Verluste im Kernbereich der Unterhaltungselektronik zu stoppen. Die Verkäufe von Fernsehgeräten hätten sich etwa mit einem Umsatzplus von 18 Prozent deutlich verbessert. Insgesamt stieg der Konzern-Umsatz im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 1,7 Bill. Yen (13 Mrd. Euro), wie Sony am Donnerstag mitteilte.

 

Gut lief es auch in der Mobilfunk- und PC-Sparte, die einen operativen Gewinn von 5,9 Mrd. Yen statt des Vorjahresverlusts von 28,1 Mrd. Yen einfuhr. Der Umsatz sprang um 36 Prozent hoch. Dazu hätten vor allem bessere Smartphone-Verkäufe beigetragen, erklärte Sony. Die Japaner hatten das bisherige Handy-Gemeinschaftsunternehmen mit dem schwedischen Partner Ericsson komplett übernommen.

 

Sharp schreibt überraschend schnell wieder schwarze Zahlen

 

Sharp ist unerwartet rasch in die Gewinnzone zurückgekehrt. Ein florierendes Geschäft mit Solarmodulen und die von der Regierung forcierte Schwäche der Landeswährung Yen brachten dem einstigen Pleite-Kandidaten im ersten Geschäftsquartal einen operativen Gewinn von 3,01 Mrd. Yen (23,15 Mio. Euro) ein. Analysten hatten das Unternehmen dagegen in den drei Monaten zwischen April und Juni auf Kurs zu einem Verlust von 2,67 Mrd. Yen gesehen. Sharp bekräftigte am Donnerstag seine Prognose eines Betriebsgewinns von 80 Mrd. Yen für das Gesamtjahr.

 

Sharp stand um die Jahreswende kurz vor dem Kollaps, der Einstieg von Qualcomm und Samsung sowie Bankenkredite im Volumen von 4,6 Mrd. Dollar (3,5 Mrd. Euro) retteten den Traditionshersteller. Bis Ende September will das Unternehmen über einen Aktienverkauf eine Milliarde Dollar einsammeln und so die Kapitaldecke stärken.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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