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Headoffice der Zumtobel Group in Dornbirn.

Zumtobel mit Verlusten im 3. Quartal – Restrukturierung wird fortgesetzt

05.03.2019

Der Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs 2018/19 weniger Umsatz gemacht als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Verlust weitete sich von 9,3 auf 14,8 Mio. Euro aus.

Felder: „In einem global hart umkämpften Markt wie der Lichtbranche ist es unabdingbar, kontinuierlich sämtliche Prozesse, Geschäftsbereiche sowie Werke auf den Prüfstand zu stellen. Konzernweit werden wir uns daher weiter auf die Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit fokussieren, um langfristig profitables Wachstum zu generieren.“

Wie das Unternehmen mitteilt, beträgt der Verlust über drei Quartale betrachtet 6,1 Mio. Euro, nach 1,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Gruppenumsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19 belief sich auf 863,8 Mio. Euro (-4,9 Prozent). Als Gründe für den Rückgang werden unter anderem ein intensiver Preiswettbewerb in der Beleuchtungsindustrie sowie deutlich weniger Umsätze in dem für Zumtobel wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien genannt, wo um 14 Prozent weniger erlöst wurde.

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT steigt in den ersten neun Monaten 2018/19 auf 23,9 Mio. Euro (nach 20,5 Mio. Euro). Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sanken im Vergleich zum Vorjahr um 21,9 Mio. Euro (8 Prozent). Die aus den Restrukturierungsmaßnahmen – Personalreduktion im Management und die stufenweise Schließung der Produktion im burgenländischen Komponentenwerk in Jennersdorf – resultierenden negativen Sondereffekte betrugen in drei Quartalen 16,8 Mio. Euro.

Chinesische Fertigung wird runtergefahren

„Die Neuausrichtung der Zumtobel Group schreitet weiter voran. Wir haben in den ersten drei Quartalen eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, um den Umsatz und das Ergebnis zu verbessern. Trotz eines verschärften globalen Wettbewerbs und in weiterer Folge Umsatzrückgängen konnten wir somit eine Verbesserung unserer Profitabilität erzielen“, kommentiert Zumtobel Group CEO Alfred Felder das Ergebnis.

Trotz der bereits durchgeführten Einsparmaßnahmen sei das Unternehmen aber noch nicht an einer kompetitiven Kostenbasis angelangt, so Felder weiter. Darum soll beispielsweise auch die Fertigung im chinesischen Leuchtenwerk Guangzhou bis Ende des Geschäftsjahres 2018/19 auf eine minimale Auslastung für die Fertigung von Kleinserien heruntergefahren werden.

Für das Gesamtjahr 2018/19 erwartet der Zumtobel-Vorstand beim bereinigten Gruppen-EBIT eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (GJ 2017/18: 19,7 Mio. Euro). Mittelfristig wird eine EBIT-Marge von rund 6 Prozent bis zum Geschäftsjahr 2020/2021 angepeilt.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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