Direkt zum Inhalt

Zu verspielt und zu wenig intuitiv: Japanische Handys spielen noch nicht auf der Weltbühne

24.07.2009

Die Geräte von Elektronikriesen wie Panasonic, Sharp oder NEC hört man in Chicago, London, Linz, Salzburg und Wien kaum klingeln.

"Dass japanische Handys nicht den Weg in europäische Vertriebskanäle schaffen, hängt vor allem damit zusammen, dass sie im Gegensatz zu ausgereiften Geräten von Nokia, LG oder Apple zu verspielt und nicht auf die Nutzerbedürfnisse hierzulande ausgerichtet sind", sagt Torsten J. Gerpott, Telekommunikationsexperte und Dekan des Department of Technology and Operations Management im Gespräch mit pressetext. Laut dem Experten liege das Hauptproblem auch darin, dass die Benutzerführung japanischer Handys, die alle aktuellen technischen Raffinessen besitzen, im Gegensatz zum Vorreiter iPhone nicht intuitiv zu bedienen ist.

Innovationsvorsprung bleibt ungenützt

Einem Bericht des Wall Street Journals nach können japanische Großkonzerne trotz teilweise großem Innovationsvorsprung keine Gewinne erzielen. Für dieses Problem gibt's mit "Galápagos Syndrom" bereits einen Namen. Von Charles Darwin auf den Galapagos-Inseln entdeckte Tiere waren evolutionär ihren Artverwandten voraus. Von der restlichen Welt abgeschnitten, konnten sie sich aber nicht verbreiten.

Insider empfehlen, laut pressetext, japanischen Handy-Herstellern, sich an Joint Ventures zu halten. Das habe Sony-Ericsson auch etwas gebracht. Derzeit schaut es für den Hersteller aber nicht so gut aus .

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Telekom
17.10.2013

Der US-Internet-Händler Amazon tritt in die Fußstapfen von Google und Apple und entwickelt einem Zeitungsbericht zufolge zusammen mit dem Handybauer HTC eigene Mobiltelefone. Wie die Financial ...

Multimedia
03.09.2013

US-Software-Riese Microsoft kauft für 5,4 Mrd. Euro das Handygeschäft des einstigen Weltmarktführers Nokia. Nokia-Chef Stephen Elop - der trotz seiner eher mäßigen Bilanz bei den Finnen als heißer ...

Telekom
15.07.2013

Lang, lang ist’s her seit allerorts explodierende Handy-Akkus durch den Blätterwald geisterten. Nach der medialen Hochblüte in den Jahren 2007 und 2008 soll zuletzt 2009 ein explodierender Akku ...

Telekom
27.05.2013

Mit dem Argument, das Mobiltelefon sei offensichtlich nass geworden, werden Handynutzer laut Konsumentenschützern häufig vorschnell um ihre Gewährleistungsansprüche gebracht. Die meisten ...

Branche
17.05.2013

Mit 1,1 Milliarden Euro Umsatz im Q1 startete der Markt für technische Konsumgüter in Österreich stark ins Jahr. Konkret liegt die Zahl um 5,3 Prozent über den vergleichbaren Vorjahreszahlen. ...

Werbung