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Zeitplan für Smart-Meter hält nicht

04.07.2017

Die Elektrizitätswirtschaft will einen Aufschub für den Rollout, der Austrozeitplan sei nicht zu halten.

Smart Meters: Die Elektrizitätswirtschaft kann den Austro-Zeitplan für Smart Meter nicht einhalten.

Die Elektrizitätswirtschaft kann den ehrgeizigen Austro-Zeitplan für Smart Meter, der strenger ist als der EU-Rahmen, nicht einhalten und bemüht sich beim neuen Wirtschaftsminister um einen Aufschub, schreibt die APA. Zudem beschäftigen die Branche derzeit Stromnetzsicherheit und Netzreserve, wofür die kleine Ökostromnovelle eine Regelung enthält. Die Strompreise sieht man die nächsten Jahre nur seitwärts gehen.

Für die geplante Ausstattung von 95 Prozent der heimischen Stromabnehmer wolle man bis 2022 Zeit haben, also um zwei, drei Jahre länger, sagte der neue Präsident des Branchenverbandes Oesterreichs Energie, Leonhard Schitter, am Montag vor Journalisten. Die bis Ende des laufenden Jahres 2017 angepeilten 70 Prozent seien sicher nicht zu schaffen, meinte die Verbandsgeneralsekretärin Barbara Schmidt.

Die EU-Richtlinie hatte 80 Prozent bis 2020 vorgesehen, Österreich wollte bis dahin jedoch schon 95 Prozent installiert sehen. Man sei sehr zuversichtlich, dass die Verordnung über eine zeitliche Erstreckung noch vor der Wahl im Oktober komme, so Schmidt.

Mehr Strom, mehr Effizienz

Schitter, seit Mitte Juni neuer Präsident der Interessenvertretung der E-Wirtschaft als Nachfolger von Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber, hat sich für seine dreijährige Funktionsperiode vor allem die Umsetzung der drei Kernpunkte der Stromstrategie von Oesterreichs Energie auf die Fahnen geheftet: mehr Strom und mehr Effizienz ins Energiesystem zu bringen, mehr auf Erneuerbare Energien zu setzen sowie mehr aktive Marktteilnehmer zu mobilisieren, indem etwa immer mehr Stromabnehmer auch als Stromerzeuger tätig sein können.

Neue Kraftwerksbauten

Die Versorgungssicherheit werde aber „nicht ohne zusätzliche Erzeugungsanlagen“ aufrechterhalten werden können, „die Kapazitäten müssen und werden ausgebaut“, betonte der neue Verbandspräsident. Mehr heimische Stromerzeugung sei auch nötig, um die Importe wieder auf ein früheres Maß reduzieren zu können, betonte Schmidt, denn 2016 hätten die Stromimporte im Jahresschnitt bereits 15 Prozent ausgemacht. 6 bis 8 Terawattstunden (TWh) sollen bis zum Jahr 2030 laut den im März vorgelegten Branchendaten die rund 140 Mitgliedsunternehmen (mit über 21.000 Mitarbeitern) an PV-, Wind- und Wasserkraftwerken dazubauen, also nur Erneuerbare Energie. Und wenn die voestalpine noch in die elektrobasierte Stahlerzeugung gehe, „werden wir noch mehr brauchen“, meinte Schmidt.

Trotz der niedrigen Strompreise setze die E-Wirtschaft sehr wohl neue Kraftwerksbauten um, etwa in Westösterreich oder auch in der Steiermark, betonte Schitter: „Die Branche ist bereit zu investieren.“ Durch die Integrierung der Erneuerbaren werde aber die Preissetzung eine andere werden. Bei Wasserkraft gehe es neben neuen Anlagen auch um Effizienzsteigerungen bestehender. Die Stromgroßhandelspreise sieht der Salzburg-AG-Chef auch in den nächsten Jahren nur um die 30 Euro pro Megawattstunde (MWh). An der kleinen Ökostromnovelle begrüßt man auch die Öffnung von Photovoltaik für Mehrfamilienhäuser – womit PV auch in die Städte kommen könne –, Regelungen zur Kleinwasserkraft und ein PV-Sonderprogramm im Zusammenhang mit Speichern.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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