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Zahlungsmoral 2017: Alles Aufschwung

23.08.2017

Laut KSV1870 verzeichnen 48 Prozent der heimischen Unternehmen steigende Umsätze.

KSV1870 Vorstand Ricardo-José Vybiral: „Die Fairness im Umgang untereinander ist ein fixer Bestandteil funktionierender Geschäftsbeziehungen und eine Grundbedingung für den deutlich zu ortenden Aufschwung der Wirtschaft.“

Auch die KSV1870 Forderungsmanagement GmbH bestätigt die günstige Prognose der Wirtschaftsforscher – sehr erfreulich ist, dass dieser Optimismus allgemein und quer durch alle Unternehmensgrößen spürbar ist.

Ganz besonders scheinen Unternehmen mit Mitarbeitern von 301 bis 500 Mitarbeitern von dem Positivtrend zu profitieren: 67 Prozent von ihnen berichten von steigender Umsatzentwicklung, das sind 35 % mehr als im Vorjahr. Hatten im Vorjahr noch 13 % aus dieser Gruppe sogar rückläufige Umsätze angegeben, so ist dieser Prozentsatz aktuell auf null gesunken.

KSV1870 Vorstand Ricardo-José Vybiral: „Es zeigt sich, dass auch 79 % der Großunternehmen ihre Geschäftslage als gut oder sogar sehr gut einstufen. Besonders erfreulich an diesem Ergebnis ist für ein klassisches KMU-Land wie Österreich, dass der Mittelstand den Aufschwung bestätigt. Dieser Umstand trägt zu einem großen Teil zum positiven Klima bei.“

Auch die allgemeine Zahlungsmoral rundet das positive Bild ab: 65 % der Umfrageteilnehmer stellen eine unverändert gute Disziplin im Zahlungsverhalten ihrer Firmenkunden fest. 14 % sprechen von einer Verbesserung (+ 3 %).

Besonders die Gemeinden untermauern ihren Status als Musterschüler einmal mehr, indem sie ihre Verbindlichkeiten in manchen Bundesländern bis zu sieben Tage schneller als im Jahr davor bezahlen.

Signifikante Änderungen zeigt die aktuelle Studie bei der Einschätzung der Gründe für den Zahlungsverzug von Kunden. Nur mehr ein knappes Drittel (- 10 %) tippt darauf, dass Rechnungen vorsätzlich nicht bezahlt werden.

Ein Liquiditätsengpass wird in diesem Jahr von 48 % der Befragten, und damit viel seltener als im Vorjahr vermutet (- 11 %). Allerdings zeigt sich in diesem Zusammenhang, dass Größe offensichtlich Macht verleiht: 39 % der Gläubiger stellen fest, dass ihre großen Kunden tendenziell länger für die Bezahlung brauchen als ihre kleinen – und damit ihre Position als großer Player ausnützen.

Doch das kann auch andere Gründe haben, denn mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer stellt der Verwaltung ihrer Schuldner kein gutes Zeugnis aus: 5 % mehr als 2016 vermuten Ineffizienz als Grund für verzögertes Zahlen.

Walter Koch, Geschäftsführer der KSV1870 Forderungsmanagement GmbH, weiß, dass dieser Verdacht nicht unbegründet ist: „Verzögerungen durch veraltete Administration schaden nicht nur den Gläubigern, die dadurch länger auf ihr Geld warten müssen. Verspätete Zahlungen haben auch negative Auswirkungen auf das eigene Rating. Wir sehen in der Praxis, dass durch straffes Debitorenmanagement signifikante Quick Wins zu erzielen sind.“

Obwohl immer noch ein Drittel der Befragten mit seinen Kunden weder Mahnspesen noch Verzugszinsen vereinbart hat, dürfte es in diesem Bereich ein Umdenken geben: 44 % und damit um 5 % mehr als im Vorjahr, geben an, diese nun in ihre Geschäftsbedingungen aufgenommen zu haben. 59 % der Gläubiger geben sich schließlich mit der Bezahlung ihrer Kapitalforderung zufrieden.

Vybiral fasst zusammen: „Die österreichische Zahlungsmoral ist vorbildlich, als Resümee der Umfrage kann man sagen, dass aktuell 78 % der Firmenkunden ihre Verbindlichkeiten innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels begleichen.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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