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Wunsch nach elektronischen Dokumenten wächst

21.03.2017

Jeder dritte Internetnutzer bevorzugt laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage Rechnungen und Verträge in digitaler Form. Trotzdem hebt mehr als die Hälfte jener, die regelmäßig Papierdokumente einscannen oder abfotografieren, die Papieroriginale auf.

Immer mehr Menschen digitalisieren ihre Dokumente.

Sieben Ordner trennen die Deutschen noch von einem papierlosen Arbeitszimmer. Denn genau so viele Ordner – gefüllt mit Rechnungen, Schriftverkehr oder Steuerunterlagen – hat jeder Bundesbürger im Schnitt zu Hause stehen, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben hat.

Doch der Wunsch nach elektronischen Dokumenten wächst: Knapp jeder dritte Internetnutzer (29 Prozent) möchte persönliche Dokumente wie Rechnungen und Verträge am liebsten als E-Mail zugeschickt bekommen. Gegenüber 2013 hat sich der Anteil damit verdoppelt, damals bevorzugten nur 15 % elektronische Dokumente.

Ebenfalls gestiegen ist die Zahl derjenigen, die Dokumente, die sie auf Papier erhalten, selbst digitalisieren. Jeder Vierte (25 %) scannt oder fotografiert regelmäßig Papierdokumente, um sie digital zu speichern. 2013 betrug der Anteil erst 15 %.

Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom, sagt: „Mit mobilen Scanner-Apps für das Smartphone können Privatnutzer ihre Dokumente einfach und schnell digitalisieren und auch leistungsfähige Scanner mit Einzelblatteinzug sind längst für Privatnutzer erschwinglich.“

Die digitale Speicherung von Dokumenten biete auch den Vorteil, dass Dokumente sicher aufbewahrt, verschlagwortet und intelligent organisiert werden können, so Biffar.

Inzwischen verwaltet jeder vierte Bundesbürger (28 %) Dokumente digital. Die große Mehrheit (90 %) von ihnen legt Dokumente dafür auf der Festplatte des PCs oder Laptops ab. Bereits jeder Zweite nutzt Online-Cloudspeicherdienste wie Dropbox, iCloud oder Microsoft OneDrive. Knapp jeder Dritte (30 %) verwendet externe Datenträger wie USB-Sticks, CDs oder eine externe Festplatte.

Gleichzeitig geht der Anteil der Bundesbürger, die an der Zettelwirtschaft hängen, zurück. Sieben von zehn Internetnutzern (69 %) bevorzugen weiterhin Dokumente auf Papier, 2013 lag der Anteil noch bei 81 %. Für viele sind Sicherheitsbedenken der Grund. 4 von 10 (44 %) bevorzugen Papierdokumente aus Angst, dass Fremde bei der digitalen Übertragung auf die privaten Dokumente zugreifen könnten.

Jeder Fünfte befürchtet, dass Dokumente bei der elektronischen Übertragung verloren gehen. Mehr als jeder Vierte (27 %) sorgt sich, dass digitale Dokumente nicht dieselbe rechtliche Gültigkeit besitzen wie Papierdokumente.

Biffar: „Digitale Rechnungen und Verträge besitzen in den allermeisten Fällen denselben Stellenwert wie ein Papierbeleg. Unternehmen, aber auch Verwaltungen, Behörden und Ämter müssen hier noch für mehr Aufklärung sorgen – und einheitlich und konsequent auf elektronische Dokumente umstellen.“

Selbst diejenigen, die ihre Dokumente digitalisieren, setzen häufig zusätzlich auf Papier. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 %), die regelmäßig Papierdokumente einscannen oder abfotografieren, bewahrt die Papieroriginale danach sicherheitshalber trotzdem auf. Ein Drittel (35 %) wirft manche Papierdokumente nach dem Scannen weg und hebt die wichtigsten weiterhin auf. Bei lediglich 8 % landen alle Papierdokumente nach dem Einscannen im Altpapier.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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