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WKO: Imagekampagne für den heimischen Fachhandel gestartet.

10.11.2017

Der Handel hat seine Stärken in der Beratung und im Service. Eine neue Kampagne der WKO will dies wieder stärker in das Bewusstsein der Konsumenten rücken.

Beratungsqualität steht im Mittelpunkt der neuen Kampagne

Die österreichischen Elektrohändler werden zunehmend von ausländischen Elektrohändlern unter Druck gesetzt. Einem Gesamtumsatz von 4,95 Mrd. Euro stehen 820 Mio. Euro gegenüber, die an den ausländischen Versandhandel fließen. Geld, das der heimischen Wirtschaft fehlt. Doppelt bitter: Die ausländischen Versandhändler kassieren zwar in Österreich Umsatzsteuer, aber niemand kontrolliert, ob die Steuern auch abgeführt werden. „Das ist eine Tatsache, die ich immer wieder kritisiert habe.“ sagt Bundesgreminalobmann Wolfgang Krejcik.

Um das Bewusstsein in der Bevölkerung für den heimischen Fachhandel zu stärken, hat die  WKO deshalb die Aktion „kauft wird zhaus“ gestartet.  „Wir wollen damit ein Zeichen für die Händler setzen und ihre Stärken in den Mittelpunkt stellen“ so Krejcik. „Der größte Trumpf des österreichischen Elektrohandels sind die Mitarbeiter und persönliche Beratung und Betreuung auch nach dem Kauf. Und genau da setzt die Kampagne an.“

Läuft auf allen Kanälen

Sie  wird auf allen Kanälen laufen: in Printmedien, Fernsehen und TV. Der Hauptschwerpunkt wird aber natürlich online liegen. „Wir wollen die Leute dort abholen, wo sie sind – eben Online.“ Die Kampagne will sich die WKO einen „hohen sechsstelligen Euro-Betrag“  kosten lassen. Krejcik weiß auch, dass eine Image-Kampagne alleine nicht viel hilft. „Für die Kunden zählen nur der Preis und die schnelle Verfügbarkeit.“   Der Elektrohandel muss beweisen, dass er eine Daseinsberechtigung hat. „Auch wir müssen marktgerecht agieren, unsere Preise müssen konkurrenzfähig sein. Und wenn wir mit unserer Service-Stärke werben, dann muss diese auch für die Kunden klar ersichtlich sein.

Für die nähere Zukunft ist eine Art Gütesiegel für die Betriebe angedacht, das auch optisch für die Kunden die Leistungsfähigkeit der Händler dokumentiert.  „Das ist aber noch in der Planung, die genauen Details stehen noch nicht fest.“ vertröstet Krejcik auf einen späteren Zeitpunkt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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