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WK-Funktionär Hener: „Haben Raubrittertum bei PC-Urheberrecht Einhalt geboten”

31.05.2008

Eine absurde Vorgangsweise bei ebenso skurriler Argumentation laut dem Vertreter der oö. Büromaschinen-Händler. Ein nun vorliegendes Gerichtsurteil scheint ihm Recht zu geben.

Grund der Erregung: Literar Mechana, die Wahrnehmungsgesellschaft für Urheberrechte GmbH und die VBK (Verwertungsgesellschaft für bildende Künstler) hatten eine eigene Urheberrechtsabgabe auf PCs festgesetzt. Begründung: Die Anwender würden über ihre Home-PCs vorwiegend literarische Texte vervielfältigen. "Mit diesem Unsinn schlagen wir uns seit 2006 herum", zeigt sich Hener verärgert.

"In langen Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft konnte keine befriedigende Lösung erreicht werden. Daher sah man sich seitens der Wirtschaftsvertretung genötigt, den Rechtsweg zu beschreiten", erläutert Gremial-Geschäftsführer Dieter Wurzer. Das erstinstanzliche Urteil folgt der Argumentation der WK, drückt die Sachlage aber nicht so drastisch aus: "Es ist absoluter Blödsinn, wenn man auf PCs eine Vervielfältigungs-Abgabe verlangt", meint Wurzer. "Die Masse der Österreicher verwendet ihre PCs wohl für andere Dinge als dafür, künstlerische Abhandlungen zu speichern und zu vervielfältigen."

Insgesamt gehe es bei dieser Frage um jährlich 10,8 Mio. Euro zusätzliche Einnahmen für die Verwertungsgesellschaften aus dem PC-Verkauf. Der Streit ist nicht ganz neu: Die Austro Mechana hat bereits in der Vergangenheit versucht, eine Urheberrechtsabgabe auf Festplatten und sonstige Speichermedien durchzubringen. Dagegen wurde von der Interessenvertretung erfolgreich prozessiert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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