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Der Windkraftausbau hat in der EU im Vorjahr einen neuen Rekord erreicht.

Windenergie: Rekordjahr 2017 in der EU

14.02.2018

Die installierte Leistung stieg um rund 16.000 Megawatt, rund zwölf Prozent des Stromverbrauchs der EU konnten durch Windenergie gedeckt werden.

Der Windkraftausbau hat in der EU im Vorjahr einen neuen Rekord erreicht: Die installierte Leistung stieg um rund 16.000 Megawatt (MW). Insgesamt waren in den 28 EU-Ländern Windräder mit einer Gesamtleistung von knapp 170.000 MW installiert, teilte die IG Windkraft am Mittwoch mit. Damit konnten rund zwölf Prozent des Stromverbrauchs gedeckt werden.

Auf erneuerbare Energiequellen entfielen im Vorjahr 85 Prozent aller neuen Kraftwerkskapazitäten insgesamt. An erster Stelle lag die Windkraft, die auf 55 Prozent der neu installierten Leistung kam. Dahinter folgten Solarenergie (21 Prozent), Gas (9 Prozent), Kohle (6 Prozent) und Großwasserkraft (rund 4 Prozent), geht aus Daten der europäischen Windenergieverbandes WindEurope hervor.

Die gesamte installierte Leistung aller Kraftwerke in der EU lag demnach bei 933.000 MW. Der größte Teil davon entfiel auf Gaskraftwerke (20,2 Prozent). Auf Rang zwei lagen die Windräder (18,1 Prozent), gefolgt von Kohlekraftwerken (15,9 Prozent), Großwasserkraft (14,6 Prozent) und Atomenergie (12,7 Prozent).

Der Windkraftausbau habe sich im Vorjahr auf die drei Länder Deutschland, Großbritannien und Frankreich konzentriert, in denen 80 Prozent aller neuen Windparks errichtet wurden. In allen drei Ländern sei das Fördersystem umgestellt worden, die Betreiber hätten rasch ihre Projekte noch nach dem alten System errichtet. „Der Umstieg auf Ausschreibungen verläuft viel chaotischer als wir gehofft haben“, sagt WindEurope-Geschäftsführer Giles Dickson laut der heutigen IG-Windkraft-Pressemitteilung. Darüber hinaus fehle den meisten Regierungen die Klarheit, wie es nach 2020 mit dem Windenergieausbau weitergehen soll.

Die Zukunft der Windbranche sei durch Unsicherheiten geprägt, so die IG-Windkraft. „Eine verunsicherte europäische Windkraft ist auch für den Ausbau der Windenergie in Österreich nachteilig“, meint IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl. In Österreich stieg die installierte Kapazität den WindEurope-Daten zufolge um 196 MW auf 2.828 MW.

Die höchste installierte Leistung gab es in Deutschland mit 56.132 MW, gefolgt von Spanien (23.170 MW), Großbritannien (18.872 MW) und Frankreich (13.759 MW).

Betrachtet man, wieviel des Strombedarfs durch Windenergie gedeckt werden kann, lag Dänemark mit einem Anteil von 44 Prozent an erster Stelle. Dahinter folgten Portugal und Irland (je rund 24 Prozent) sowie Deutschland (rund 21 Prozent). Österreich lag mit 10,6 Prozent auf Rang neun. Auf null Prozent kamen Slowenien und die Slowakei. Deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 11,6 Prozent lagen unter anderem auch Italien (5,2 Prozent) und Frankreich (4,8 Prozent).

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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