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WIFO: alles deutet auf positives Weihnachtsgeschäft

28.11.2016

Die Umsätze im Weihnachtsgeschäft 2016 dürften nach WIFO-Berechnungen im heimischen Einzelhandel nominell bei plus 2 bis 3 Prozent liegen.

 

Der optimistische Ausblick stützt sich laut WIFO u.a. auf die wiedererstarkte Konsumfreudigkeit der heimischen Haushalte – hinzu kommt eine günstige Verteilung der Verkaufstage vor Weihnachten. Hier: Knecht Ruprecht und das Christkind.

Die Ausgabenbereitschaft der Österreicher dürfte laut WIFO im diesjährigen Weihnachtsgeschäft stärker ausfallen als im vergangenen Jahr: Der Jahresverlauf gibt Anlass zum Optimismus, dass ein Großteil der gestiegenen Haushaltseinkommen in den Konsum fließt.

Mit dem ersten Einkaufssamstag startete der heimische Einzelhandel offiziell ins Weihnachtsgeschäft - und er dürfte sich über ein starkes Umsatzplus freuen: Die durchschnittlichen Mehrumsätze im Dezember 2016 sollen nominell zwischen 2 und 3 Prozent über dem Vorjahr liegen (2015: +1,0%). Das hat das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) errechnet.

Der optimistische Ausblick stützt sich unter anderem auf die im Jahresverlauf wiedererstarkte Konsumfreudigkeit der heimischen Haushalte, die auch auf die Steuerreform zurückzuführen ist. Gestützt wird das diesjährige Weihnachtsgeschäft zudem von einer positiven konjunkturellen Grunddynamik, durch die zu Jahresbeginn gestiegenen Haushaltseinkommen und das (im Vergleich zur letztjährigen Weihnachtszeit) optimistischere Konsumklima.

Positiv wirkt sich dieses Jahr auch ein statistischer Zuordnungseffekt aus, der sich durch die Verteilung der Verkaufstage ergibt: Insgesamt gibt es zwei Verkaufssamstage mehr bei gleichzeitig einer vollen Handelswoche in den Tagen bis einschließlich 24. Dezember 2016.

An der Spitze steht der Spielwarenhandel, der im Dezember traditionell sein stärkstes Monat hat: Im Vorjahr etwa lagen die Dezember-Umsätze hier um 152 Prozent über dem durchschnittlichen Monatsumsatz. Auf den Plätzen folgen Branchen wie Uhren und Schmuck (+123 Prozent im Dezember 2015), der Buchhandel (+92 Prozent) und Unterhaltungselektronik (+83 Prozent).

Der gesamte Einzelhandel (ohne Kfz-Handel und Tankstellen) erwirtschaftet im Dezember um bis zu einem Viertel mehr Umsätze als in den übrigen Monaten des Jahres.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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