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Wiener Haushaltskaufkraft bundesweit am schwächsten

04.05.2016

Die nationale Kaufkraft 2016 liegt laut GfK bei rund 193,5 Milliarden Euro. Das entspräche im Schnitt 22.536 Euro pro Kopf-Kaufkraft.

Ab sofort sind die GfK Kaufkraftdaten für Österreich und die Schweiz für 2016 verfügbar. Wenig überraschend: Zwischen den beiden Nachbarstaaten gibt es ebenso deutliche Kaufkraftunterschiede wie innerhalb der Länder. Die GfK Kaufkraftstudie untersucht auch die regionale Verteilung der Kaufkraft.

Die Gesamtsumme der Kaufkraft liegt laut GfK in Österreich im Jahr 2016 bei rund 193,5 Milliarden Euro. Das entspricht im Schnitt 22.536 Euro pro Kopf, die jedem Österreicher für den Konsum, die Miete oder Lebenshaltungskosten zur Verfügung stehen.

Niederösterreich ist das einzige Bundesland, dessen Kaufkraft laut GfK um rund vier Prozent deutlich über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Vorarlberg folgt auf Rang zwei, dicht gefolgt von Oberösterreich, Salzburg und Wien, die alle knapp über dem Bundesdurchschnitt liegen. Die anderen Bundesländer liegen etwas unter dem Durchschnitt.

Interessant ist der Blick auf die Kaufkraft je Haushalt. Auch hier führt Niederösterreich und kann sich sogar um gut acht Prozent vom Durchschnitt absetzen. Auf rund sieben Prozent über dem Durchschnitt liegt Vorarlberg, gefolgt vom Burgenland. Wien schneidet im Vergleich der Kaufkraft je Haushalt am schwächsten ab: Ein Wert von rund zehn Prozent unter dem Bundesdurchschnitt spiegelt wider, dass die Zahl der Einpersonenhaushalte in der Hauptstadt höher ist – mit nur einem Verdiener sinkt entsprechend die durchschnittliche Haushaltskaufkraft.

Mehr als die Hälfte der zehn kaufkraftstärksten Bezirke Österreichs gehören zu Wien. Das Wien-dominierte Ranking der Bezirke sei jedoch, so GfK, nicht nur auf die tatsächlich hohe Kaufkraft zurückzuführen, sondern auch auf die recht feinräumige Unterteilung Wiens in 23 Bezirke.

Der Bezirk „Wien 1 – Innere Stadt“ ragt mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 40.217 Euro gut 79 Prozent über den österreichischen Durchschnitt heraus. Mit rund einem Viertel weniger Kaufkraft hat der 13. Wiener Bezirk, Hietzing, Rang zwei inne. Dort liegt die Kaufkraft mit rund 30.576 Euro pro Kopf um knapp 36 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Im Vergleich zum Vorjahr sinke, so GfK, in einigen Fällen die Diskrepanz der Kaufkraft zwischen Stadtbezirken und ihrem Umland. Dies sei etwa der Fall in Linz und Linz-Land, Klagenfurt und Klagenfurt-Land, Sankt Pölten und Sankt Pölten-Land sowie Eisenstadt und Eisenstadt-Umgebung.

 

Autor: Rudolf Preyer

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