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Wer zu spät kommt, den bestraft das Firmenbuchgericht

25.09.2009

Für gewöhnlich entspricht das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr. Folglich müssen die Jahresabschlüsse bis spätestens Ende September übermittelt werden.

Jahresabschlüsse dürfen seit letztem Jahr nur noch elektronisch eingereicht werden. Kleine Kapitalgesellschaften sind hier ausgenommen. Sie dürfen nach wie vor auf gewohnte Weise ihre Jahresabschlüsse offen legen. Die neue elektronische Einreichung führte bereits zu verschiedenen Komplikationen geführt, weshalb es sich empfiehlt, in diesem Jahr rechtzeitig die Offenlegung vorzunehmen, um etwaige Strafen für eine verspätete Offenlegung zu vermeiden. Ist man zu spät dran, können Strafen bis zu 3.600 verhängt werden. Zahlt man nicht, wird's noch teuerer.

Dem nicht genug, können Mitbewerber bei verspäteter oder nicht erfolgter Einreichung wegen unlauteren Wettbewerbs eine Anzeige erstatten.

Experten-Tipp

Die Experten von LBG Wirtschaftstreuhand empfehlen, sich rechtzeitig um die Jahresabschlüsse zu kümmern. Sofern die GmbH gewisse Größenmerkmale nicht überschreitet, muss nur ein verkürzter Jahresabschluss (ohne Gewinn- und Verlustrechnung) an das Firmenbuch übermittelt werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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