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Weniger Stück, gleicher Wert: die Entwicklung des Kamera-Markts

08.01.2013

Stückmäßig verliert der Kameramarkt in Österreich. Das liegt an den rückläufigen Kompakten. Ihnen machen Smartphones zu schaffen. Wertmäßig bleibt der Markt allerdings stabil. Denn die Österreicher greifen für ihre Kameras tiefer in die Tasche. Wie zu erwarten, geht’s mit den spiegellosen Systemkameras steil nach oben.  

Von Jänner bis November 2012 gingen in Österreich 529.589 Digitalkameras über die Ladentische. Im Vergleichszeitraum 2011 waren es mit 603.443 noch deutlich mehr. Dass dies an der Katastrophe in Thailand Ende 2011 und den damit verbundenen Lieferschwierigkeiten liegt, mag bestimmt stimmen, aber nur zum Teil. Während sowohl Spiegelreflex-Kameras also auch Systemkameras zulegen, brechen die Kompakten weiter ein. Und da spielt wohl auch der „Faktor Smartphone“ eine entscheidende Rolle.

 

In Zahlen heißt das, dass die Österreicher im erhobenen Zeitraum 421.805 Kompaktkameras kauften, um satte 16,5 Prozent weniger als in den Vergleichsmonaten 2011. Spiegelreflex-Kameras blieben mit 90.628 verkauften Stück (+0,1%) stabil und mit 17.056 Stück wurden gleich mehr als doppelte so viele Systemkameras wie im Vergleich zum Vorjahr verkauft.  

 

Wert stabil

 

Zwar kauften die Österreicher weniger Kameras, allerdings kauften sie höherwertig. Denn während die die Stückzahlen zurückgingen, blieb der rot-weiß-rote Kameramarkt wertmäßig stabil. So wurden im Handel von Jänner bis November 2012 163,9 Millionen Euro umgesetzt, um lediglich -0,2 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum. Etwa 85 Millionen davon wurden mit Kompakten in die Kassen gespült, über 70 Millionen mit DSLR-Modellen und bereits über acht Millionen Euro mit spiegellosen Systemkameras. Diese acht Millionen Euro bedeuten in dieser Sparte ein Plus von 108 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Positive Entwicklung

 

Für den Dezember 2012 gibt’s noch keine GfK-Zahlen. Nikon Country Manager Wolfgang Lutzky schätzt aber, dass im Dezember 2012 um etwa fünf Prozent mehr Kameras verkauft wurden als im Vergleichszeitraum. Trotz starkem Dezember wird das Gesamtjahr aber hinter 2012 bleiben.

 

Kannibalisierungs-Effekte

 

Lutzky rechnet damit, dass sich 2013 der Anteil an Systemkameras in Österreich verdoppeln wird. Bei Spiegelreflex-Kameras geht er von einem einstelligen Wachstum aus. Sorgenkind bleiben die Kompakten. Ihr Anteil wird wohl auch nächstes Jahr um 15 bis 18 Prozent fallen. Gerade die kompakten Einstiegsmodelle könnten von der Smartphone-Konkurrenz kannibalisiert werden. „Es ist aber auch möglich, dass sich die Kannibalisierung wieder umdreht“, meint Lutzky. Denn der Qualitätsanspruch der Kameranutzer steige. Features wie WiFi oder Superzoom kommen bei den Verbrauchern an und werden vermeht in den unterschiedlichen Modellen verbaut werden.

Von dem Wunsch nach Qualität und Features profitieren übrigens Systemkameras. So sind es vorwiegend Kompakt-Nutzer, die auf die vergleichsweise junge Sparte umsatteln.  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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