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Im Durchschnitt kann im Dezember jeder fünfte umgesetzte Euro als weihnachtsbedingter Mehrumsatz in den Kassen markiert werden.

Weihnachtsgeschäft 2018: Optimismus und Skepsis

29.11.2018

Der heimische Einzelhandel kann im Dezember 2018 mit einem weihnachtsbedingten Mehrumsatz entsprechend dem Vorjahresniveau rechnen. Die gesamt­wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen wie auch 2017 einen Anstieg erwarten. Das prognostiziert zumindest das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO).

Mit dem kommenden Advent-Einkaufssamstag am 1. Dezember startet der heimische Handel wieder ins Dezember-Weihnachtsgeschäft. Die Zeit bis zu Weihnachten und dem Jahresausklang soll dem Handel dabei wieder Mehrumsätze in die Kassen spülen. Nach einem recht soliden Umsatzergebnis im vergangenen Jahr (+1,26 Milliarden Euro bzw. +2,4 Prozent) sei der Ausblick für heuer ambivalent, meint das WIFO. Optimistisch stimmen das Institut die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, für Skepsis und Zurückhaltung sorgt die in Teilbereichen schwache Umsatzentwicklung im Einzelhandel in den vergangenen Monaten. Vor diesem Hintergrund prognostizieren die Wirzschaftsforscher für den gesamten Einzelhandel (ohne Kfz-Handel und Tankstellen) einen weihnachtsbedingten Nettomehrumsatz im Dezember in etwa auf dem Vorjahresniveau in der Höhe von 1,25 Milliarden Euro. Insgesamt wird das Umsatzvolumen dabei im Dezember 2018 auf nominell 6,27 Milliarden Euro geschätzt. Im Durchschnitt kann somit jeder fünfte umgesetzte Euro als weihnachtsbedingter Mehrumsatz in den Kassen markiert werden.

Die Höhe der Dezember-Umsatzspitzen würden in vielen Branchen über die letzten Jahre hinweg jedoch kontinuierlich abnehmen. "Sonder-Aktionstage im November, wie etwa Black Friday, Cyber Monday bzw. Cyber Week, aber auch der anhaltende Trend zu Gutscheingeschenken, die erst bei Einlösung in den Folgemonaten als Umsatz gezählt werden, verschieben die klassischen Weihnachtsumsätze auf andere Monate", sagt WIFO-Experte Jürgen Bierbaumer-Polly. Auch trage das veränderte Konsumverhalten, vermehrt Online und nicht unmittelbar auf Onlineshops heimischer Händler einzukaufen, dazu bei, dass die gezählten Umsatzspitzen niedriger ausfallen würden.

Dennoch liege das Umsatzvolumen im Dezember im Branchendurchschnitt um rund 25 Prozent über einem "normalen" Verkaufsmonat. Die Top-5-Branchen mit den höchsten Umsatzspitzen sind laut WIFO: der Spielwarenhandel und der Handel mit Uhren und Schmuck mit rund 125 Prozent, gefolgt vom Buchhandel, dem Bereich der Unterhaltungselektronik sowie der Warenhäuser mit Spitzen zwischen 70 und 90 Prozent.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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