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WBF: Keine Gesundheitsgefahr durch Mobilfunk

13.01.2017

Nach Prüfung der aktuellen Studienlage erklärt der Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF), dass eine Gesundheitsgefahr durch Mobilfunk auch weiterhin ausgeschlossen werden könne.

Univ.-Prof. DI Dr. Norbert Vana, Vorsitzender des WBF – eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Mobilfunk sei nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht zu befürchten.

Die aktuelle Konsensus-Konferenz des Wissenschaftlichen Beirats Funk (WBF) kam einmal mehr zu dem Ergebnis, dass eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Mobilfunk nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht zu befürchten ist.

Geprüft und bewertet wurden insgesamt 151 – im Zeitraum von Februar 2015 bis inklusive Juni 2016 publizierte – wissenschaftliche Arbeiten. Wobei neben den Wissenschaftlichen Mitgliedern des WBF auch diesmal wieder eine Reihe externer nationaler und internationaler Experten an der Prüfung der neuesten Studienlage und am Konsensus-Beschluss beteiligt waren.

Zwei Entwicklungen im dosimetrischen Bereich zogen die Aufmerksamkeit der WBF-Experten auf sich: Zum einen gibt es nun seit kurzem so genannte „Textilantennen“, die – eingearbeitet z.B. in T-Shirts – eine realitätsnähere Messung von Mobilfunkstrahlen ermöglichen. Zum anderen gelang es, neue Phantome von Kindern herzustellen, um die Mobilfunkbelastung des kindlichen Körpers und Kopfes besser testen zu können.

In den aktuellen Studien gab es erneut Hinweise darauf, dass Mobilfunkfelder einen sog. Adaptive Response auslösen könnten. Dies bedeutet, dass sich Zellen an geringe Dosen belastender Einflüsse gewöhnen und so weniger empfindlich auf spätere genetische Schädigungen durch eine höhere Dosis ähnlicher Substanzen reagieren. Demgemäß wäre – laut dem deutschen Experten Prof. Dr. Jürgen Kiefer – eine krebsprotektive Wirkung des Mobilfunks denkbar.

Nach wie vor kann – schon aufgrund möglicher Langzeiteffekte – keine gesicherte und endgültige Aussage getroffen werden, ob und inwiefern die Mobilfunktechnologie das Risiko von Krebserkrankungen beeinflusst, so der WBF.

Auch wenn die derzeitige Studienlage keinen Grund zur Besorgnis gibt, mahnt der WBF auch weiterhin zum umsichtigen Umgang bei der Verwendung von Mobilfunktechnologien.

Zusammenfassend stellt Prof. Norbert Vana, Strahlenphysiker und Vorsitzender des WBF, allerdings fest: „Wir vom WBF sehen unsere Aufgabe primär in der Risiko-Bewertung, nicht im Risiko-Management. Vorsorge ist nicht unser Job – diese fällt in die politische Verantwortung.“

Die Literaturliste des WBF-Expertenforums 2016 findet sich unter:

http://www.wbf.or.at/wbf-expertenforum/expertenforum-2016

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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