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"Was hast denn da schon wieder kauft? Ich zahl das nicht." Studie zum Zahlungsverhalten

17.03.2009

Online-Händler können aber von sich aus die Quote noch verbessern.

Frauen bezahlen häufiger als Männer ihre Online-Einkäufe. Vor allem nach Kreditkarten-Transaktionen ist der Anteil der Zurückbuchungen auf Wunsch des Karteninhabers (Chargeback-Quote) bei Frauen deutlich niedriger als bei den Herren der Schöpfung. Nur eine von tausend Online-Kundinnen, die per Kreditkarte bezahlt, bezahlt eben nicht. Bei Männern ist die Ausfallquote doppelt so hoch. 2007 war's noch genau umgekehrt. Das zeigt der aktuelle Pago Retail-Report 2008 der Deutschen Card Services, einer Deutschen-Bank-Tochter.

Insgesamt liegt die Chargeback-Quote im europäischen Online-Handel bei niedrigen 0,34 Prozent. Eine Eigenheit des Retails (Geschäfte mit Privatkunden) im Vergleich zum gesamten E-Commerce zeigt sich bei den Chargeback-Gründen. Jeder fünfte Zahlungsausfall entsteht hier nach sogenannten unklaren Transaktionen, im gesamten E-Commerce ist es jeder zwölfte. Dabei ließe sich diese Begründung fürs "Nichtzahlen" beispielsweise durch zeitnahe Ausführung der Bestellung und deutliche Angabe des Zahlungsempfängers, also des Online-Händlers, bei der Abbuchung vermeiden. Hier sind vor allem die Anbieter digitaler Shops gefordert, zum einen ihre Hausaufgaben zu machen, zum anderen durch gezielte Aufklärung Eingabefehler der Kunden zu vermeiden.

Anders als übrige Analysen basiert die Studie der Deutschen Card Services zum "Kauf- und Zahlverhalten im Online-Handel" auf der Auswertung realer Transaktionen, nicht auf Umfragen. Datengrundlage bildet die Auswahl von rund siebeneinhalb Millionen Retail-Kaufvorgängen, die über die Pago-Plattform abgewickelt wurden. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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