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Vorwürfe gegen Kika: Küchen-Rabatt als Mogelpackung?

20.02.2013

40 Prozent Rabatt auf Ewe-Küchen: Diese Aktion bewarb Kika kürzlich. Die Händler-Kooperation Garant Möbel Austria erhebt jetzt Vorwürfe gegen die Handelskette. Die Listenpreise der Küchen sollen bei Kika über dem empfohlenen Herstellerpreis gelegen haben, die Rabattaktion eine Mogelpackung gewesen sein. Für Kika/Leiner sind die Vorwürfe "schwer nachvollziehbar".       

Küchen-Testkäufe in verschiedenen österreichischen Einrichtungshäusern hätten gezeigt, dass Aktionsangebote von Großflächenanbietern nicht eingehalten werden. Dem Konsument würden Mogelpackungen verkauft werden, heißt es seitens Garant Möbel Austria. Konkret geht’s um Kika. Die Handelskette bewarb Ewe-Küchen mit einem Rabatt von minus 40 Prozent. Möbel Garant beauftragte das Wiener Marktforschungsinstitut Makam Market Research um Testkäufe durchzuführen.

 
Unterschiedliche Preise

Die Mystey-Shooper ließen in elf Märkten von Kika und Leiner und bei drei Partnern der Garant Möbel Austria identische Ewe-Küchen kalkulieren. Kika in Innsbruck/Rum habe die Küche am zweiten Februar zu einem Listenpreis von 12.634 Euro angeboten, um elf Prozent über dem vom Erzeuger unverbindlich empfohlenen Endkonsumentenpreis von 11.379 Euro. Überhaupt, die Preise seien innerhalb der Handelkette unterschiedlich gewesen, zwischen 10.990 Euro und den genannten 12.634 Euro sollen sie varriert haben. So kaufe man beispielsweise bei Kika in Graz um über 13 Prozent günstiger in Eugendorf.

 

„Der zuletzt von Kika beworbene Rabatt von minus 40 Prozent schmilzt durch überhöhte Listenpreise vielfach um ein Drittel“, meint Christian Wimmer, Geschäftsführer von Garant Möbel Austria. Er habe bereits 2008 und 2010  ähnliche Studien über Lockangebote beauftragt und „vermeintliche Schnäppchen als mitunter teure Angelegenheit entlarvt“. Für ihn sei das Ergebnis daher „nicht überraschend“.

 

Aufklärung

Anders für Kika/Leiner: Die Vorwürfe kommen "überraschend", heißt es nach Anfrage von Elektrojournal Online. „Da uns kein konkreter Sachverhalt bekannt ist, sind diese Vorwürfe schwer nachvollziehbar“, heißt es. Man nehme die Thematik aber ernst und werde sich um Aufklärung bemühen.  

 

Wimmer kündigt an, im Sinne „unserer Handelspartner und Endkunden auch in Zukunft weiter zu testen, solange vermeintliche Aktionen einzelner Großflächenanbieter zum Nachteil der Endkonsumenten ausgelobt werden.“ Die Garant Möbel-Mitglieder könnten mit den Preisen der Großfläche Schritt halten.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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