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Vorsichtige Expansion: 20 Elektrohändler suchen 90 Standorte

19.01.2010

Österreichs Händler zeigen sich für 2010 weniger pessimistisch als erwartet. RegioPlan befragte 450 Unternehmen zu ihren Expansionsplänen. Darunter waren auch 20 rotweißrote Elektrohändler. Sie spitzen 2010 auf 90 neue Standorte. Damit ist Branche praktisch auf dem Vorjahresniveau. Den großen Expansionseinbruch gab's 2008.

2009, als ebenfalls 20 Elektrohändler befragt wurden, wurden 96 Standorte gesucht. Damit zeigt sich für die Branche ein relativ stabiler Trend. Den großen Einbruch gab's bereits von 2008 auf 2009. Vor zwei Jahren wünschten sich die befragten Elektrohändler noch 214 neue Flächen. Den Grund für den dramatischen Rückgang im Elektrohandel, zu dem auch der Computerhandel und die Telekombranche gezählt werden, erklärt RegioPlan mit der Entwicklung der Handyshops. Die Expansion von Mobilfunkshops sei in den letzen Jahren sehr stark vorangetrieben worden und habe jetzt einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mit 90 gesuchten Standorten gehört der Elektrohandel allerdings nach wie vor zu den expansivsten Branchen in Österreich und liegt hinter Bekleidung, Lebensmittel und Gastronomie auf dem vierten Platz.

"Von einer Krise im Einzelhandel merken wir nichts"

Insgesamt suchen die 450 befragten expansionswilligen Händler 1.700 Standorte. Das sind in etwa so viele wie im vorigen Jahr und um 400 weniger als im Rekordjahr 2008, doch ganz klar mehr als in den Krisenjahren 2001 und 2002, als jeder dritte Marktteilnehmer seine Expansionspläne auf Eis gelegt hatte. "Von einer dramatischen Krise im österreichischen Einzelhandel merken wir nichts", sagt Hanna Bomba-Wilhelmi, Geschäftsführerin von RegioPan Consulting. Unabhängig von der Wirtschaftslage seien guten Lagen immer gefragt, hierzulande aber schwer zu finden.

Innenstadt und Einkaufscenter

Rund 70 Prozent der befragten Händler suchen stark frequentierte Standorte in Innenstädten oder Einkaufszentren. Diese sind allerdings nicht nur schwer zu bekommen, sondern auch oft zu teuer.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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