Direkt zum Inhalt

Verwirrung um angebliches „BOF vor dem Aus“

15.10.2004

Eine APA-Meldung und Berichte in den Tagesgazetten von heute sorgten für Aufregung in der Elektrobranche. Der Kurier etwa titelte „BOF steht vor dem Aus – Zu hohe Verluste für Eigentümer“ und schrieb wörtlich: „Wird kein Käufer oder Nachmieter gefunden, müssen die beiden Standorte in Graz und Wien mit derzeit rund 90 Mitarbeitern zusperren“!
Der Kurier befragte übrigens Media-Chef Gerhard Sandler und Cosmos-Chef Francis Lustig, ob sie Interesse an einer BOF-Übernahme hätten. Beide reagierten mit einem kategorischen „Nein, danke!“
Tatsache an diesem – nicht mehr neuen – Verwirrspiel ist, dass die slowenische Muttergesellschaft Merkur einen Käufer für BOF sucht, und das nicht erst seit heute. Eine diesbezügliche Presseaussendung wurde offensichtlich schlecht übersetzt und somit dramatisiert.
Eine Stellungnahme aus Slowenien zu den jüngsten Meldungen war nicht zu erhalten. Hinter den Kulissen heißt es aber, dass „so schnell nicht zugesperrt wird – denn es bestehen unter anderem langfristige Mietverträge“. Eine gedeihliche BOF-Zukunft wird allerdings nur dann möglich sein, wenn es Merkur gelingt, das „ungeliebte Kind“ an kinderfreundlichere Eltern weiterzugeben...

KOMMENTAR:
Das „F“ stand schon länger für Frust als für Fun

Die Erfolgsaussichten des Building-of-Fun-Konzepts haben viele Insider von Anbeginn hinterfragt. Aber sobald man Vermutungen in diese Richtung öffentlich anstellte, hieß es immer nur: „Reden wir diesen Markt doch nicht krank!“ Doch spätestens seit dem Abgang von BOF-Gründer und Strahlemann Jurij Schollmayer (Bild), der 20-Prozent-Eigner und Red Zac-Händler Alfred Stenzl quasi im Regen stehen ließ, war das Sinken des BOF-Schiffes nur noch eine Frage der Zeit.
Jetzt, nur zwei Jahre nach dem Einstieg in den österreichischen Markt, droht den beiden BOF-Märkten in Graz und Wien die Liquidation – sofern für sie nicht im Eiltempo ein Nachfolger gefunden werde. Im schlimmsten Falle habe man, so die offizielle Diktion von Mehrheitseigentümer Merkur-Skrupina, „rund zehn Millionen Euro in den Sand gesetzt..."

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

V.l.n.r.: Sigi Menz, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Ottakringer Getränke AG, Michael Strebl, Geschäftsführer Wien Energie und Gerfried Kusatz, Geschäftsführer Del Fabro & Kolarik
E-Technik
21.06.2018

Solarstrom direkt für Logistik und Verwaltung: Die Ottakringer Getränke AG setzt auf Nachhaltigkeit und errichtet gemeinsam mit Wien Energie eine der größten Auf Dach-Photovoltaik-Anlagen ...

Media Markt hat jetzt seinen eigenen Kundenclub.
Branche
20.06.2018

Lange hat’s gedauert, jetzt hat man’s (fast) geschafft. Media Markt Österreich startet sein eigenes Kundenbindungsprogramm. Aktuell läuft eine Testphase des kostenlosen Kundenclubs, um alle ...

Mit diesem Tweet hat alles begonnen ...
E-Technik
20.06.2018

Normalerweise ist’s ja der US-amerikanische Präsident, der via Twitter seine (mehr oder weniger skurrile) Meinung kundtut. Jetzt hat’s auch ein Wiener Kommunikationselektroniker probiert und damit ...

In der europäischen Zentrale: An die 30 Experten besuchten Facebook in Dublin
Branche
20.06.2018

Ein Blick hinter die Kulissen bei Facebook und Google - den warfen an die 30 Experten bei einer Dublin-Reise Mitte Juni. Denn die irische Hauptstadt ist ja nicht nur für seine Pubs berühmt.

Der Startschuss für die Aktion fällt am 2. Juli. Schon jetzt können sich Fachhandelspartner anmelden.
Branche
20.06.2018

Fun, Action, Abenteuer: Diese Dinge kommen für assona-Partner in den kommenden Wochen nicht zu kurz. Denn bei der diesjährigen Händler-Sommeraktion schickt der Berliner Versicherungsvermittler die ...

Werbung