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Verkauf gescheitert: Siemens macht seine Solar-Sparte dicht

17.06.2013

Nichts wird mit einem Verkauf der verlustreichen Sparte. Elektro-Riese Siemens zieht deswegen die Konsequenzen und wird das Segment bis zum Frühjahr kommenden Jahres komplett schließen. 280 Mitarbeiter sind betroffen.

Ein Firmensprecher bestätigte heute entsprechende Berichte des Handelsblatts. Sieben Monate versuchte man, das Segment an den Mann zu bringen – erfolglos, obwohl es Gespräche mit mehreren Interessenten gegeben haben soll. "Eine Transaktion, bei der die Interessen von Kunden, Mitarbeitern, Investoren und Siemens ausreichend Berücksichtigung finden, hat sich nicht abgezeichnet", heißt es bei Siemens.

Für Siemens endet damit auch ein abenteuerlicher Ausflug ins Solargeschäft. Mit dem Kauf der israelischen Solel war Vorstandschef Peter Löscher in den Markt für thermische Solaranlagen eingestiegen, von dem er sich rasante Zuwächse erwartet hatte. Dem war aber nicht so, eher im Gegenteil. Rund eine Milliarde Euro hat Siemens hier versenkt. Allein die Abwicklung kostet den Konzern nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag. Service und Wartung würden übrigens weiterhin garantiert, hieß es.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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