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Veranstaltung zum EKZ-Boom: Bald fällt die Million-Quadratmeter-Schallmauer

13.05.2008

Beleuchtet wurden globale Trends und Entwicklungen bei Shopping-Centern. International scheint die Megalomanie ausgebrochen, in Österreich zählt eher bedarfsorientierter Einkauf mit Erlebnischarakter.

Einen Besucherrekord verzeichnete die Neuauflage des EKZ-Symposium von RegioPlan. Die Teilnehmer nutzten den Fixtermin nicht nur, um sich über die neuesten Trends und Innovationen aus der Shopping Center-Welt zu informieren, sondern auch für Networking. In diesem Jahr stand das Thema "Rising Stars - visionäre Einkaufszentren aus aller Welt" im Vordergrund.

Gleich zu Beginn stellte RegioPlan-Chef Wolfgang Richter klar: "Die visionären Shopping-Center sind selten die erfolgreichsten." Weltweit zu beobachten sei dabei jedoch der Trend zu immer größeren EKZ. Die South China Mall in China ist derzeit das größte Shopping-Center der Welt mit einer Verkaufsfläche von knapp 700.000 qm, das Berjaya Shopping Center in Kuala Lumpur erstreckt sich auf über 500.000 qm. Aber es wird noch größer: Das derzeit größte bekannte Projekt, die Mall of Arabia in Dubai, soll 2010 die Million-Quadratmeter-Schallmauer durchbrechen.

"Vision ist nicht gleich Erfolg"

Richter: "Die visionären Shopping-Center entstehen im arabischen Raum, in China und Südostasien - nicht bei uns". In Europa seien innovative Einkaufszentren selten und würden sich eher auf Erweiterungen, ausgefallene Architektur, historische Bausubstanz oder neue Standorte wie Bahnhöfe beziehen. Groß bedeute etwa nicht gleich ertragreich und ein spektakulärer Entertainment-Bereich funktioniere nur in der Wüste, in Österreich bringe er zwar eine gute "Story", aber wenig Erträge: "Eine Vision bedeutet nicht automatisch Erfolg, am Ende sind es viele Einzelfaktoren, die passen müssen."

Claus Stadler von der ÖBB erläuterte die Pläne für Bahnhofsprojekte in Wien: Gerade die Bahnhofsoffensive und die dadurch frei werdenden Flächen würden Stadtentwicklungen in zentraler Lage erst möglich machen. "Insgesamt sind durch die Bahnhofsoffensive rund zehn Millionen qm entwickelbarer Fläche entstanden", so Stadler. Am Westbahnhof sowie am Zentralbahnhof in Wien würden ganze Stadtteile mit Büros, Hotels, Wohnungen und Einkaufszentren entstehen. >>>

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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