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Matthias Gerwinat, Geschäftsführer des Vereins Digitalradio Österreich: „Durch die Forderung der AKM droht nun eine Verzögerung des Starts von Digitalradio um mindestens ein Jahr.“

VDÖ wirft AKM „Wucherkonditionen“ und eine Verzögerungstaktik vor

09.06.2017

Der Verein Digitalradio Österreich findet klare Worte: Die AKM verzögere durch „Wucherkonditionen“, wie sie diese wortwörtlich nennt, den Start von Digitalradio in Österreich.

Wortwörtlich „Wucherkonditionen“ wirft der Verein Digitalradio Österreich der Verwertungsgesellschaft AKM vor – auf diese Weise werde zudem der Start von Digitalradio in Österreich verzögert.

Zur Vorgeschichte: AKM verlangt von den 11 Hörfunkveranstaltern, die am bundesweiten Digitalradioprojekt teilnehmen, zu Beginn des Sendestarts Mindestentgelte von insgesamt rund zwei Millionen Euro jährlich und nach Erreichen der Ausbauphase 4 rund fünf Millionen Euro.

Demgegenüber einigten sich die Hörfunkveranstalter kürzlich mit der die Künstler und Tonträgerhersteller vertretenden LSG auf einen neuen Tarif, der berechnet für elf Sender jährlich 66.000 Euro beträgt.

Die AKM fordert daher Tarife, die das 30- bis 75-fache des Tarifs der LSG betragen.

Begründet wird diese „absurd hohe Forderung“, wie der Verein Digitalradio Österreich in einer Pressemitteilung formuliert, damit, dass solange der Urheberrechtssenat noch nicht über neue Satzungen und Tarife entschieden hat, jene Tarife begehrt werden, die für analoge Privatradios gelten.

Matthias Gerwinat, Geschäftsführer des Vereins Digitalradio Österreich, beklagt: „Dieser Ansatz ist absurd, weil jeder Haushalt in Österreich über mindestens ein Radio verfügt, während Digitalradios noch nicht stark verbreitet sind.“

Gerwinat resümiert: „Durch die Forderung der AKM droht nun eine Verzögerung des Starts von Digitalradio um mindestens ein Jahr.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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