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Der VCÖ tritt für die Einführung einer Zero-Emission-Quote für Autohersteller sowie für einen konkreten Ausstiegsplan aus Diesel und Benzin ein.

VCÖ: Österreich im 1. HJ 2017 EU-Spitzenreiter bei neuen E-Autos

10.08.2017

In Österreich fahren 1,4 % der Pkw-Neuzulassungen nur mit Strom, das ist ein fast dreimal so hoher E-Pkw-Anteil wie in Deutschland.

In Österreich und in den Niederlanden war im 1. Halbjahr 2017 der Anteil der neuzugelassenen E-Autos mit 1,4 Prozent EU-weit am höchsten, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt.

In Österreich ist der Anteil der Pkw-Neuzulassungen nur mit Strom doppelt so hoch wie der EU-Schnitt von 0,6 % und fast dreimal so hoch wie in Deutschland (0,5 %).

„Bronze“ geht an Frankreich, wo 1,2 % der Neuwagen nur mit Strom fahren. Die Zahl der neuzugelassenen E-Autos ist in der EU im 1. Halbjahr um 63 % auf 46.242 gestiegen.

Innerhalb Österreichs hat der 1. Bezirk in Wien mit 7,4 % den höchsten E-Auto-Anteil, informiert der VCÖ. Über drei Prozent liegen zudem die Wiener Bezirke Neubau (3,8 %) und Mariahilf (3,6 %) sowie der Bezirk Rohrbach im Mühlviertel (3,5 %), der Bezirk Hermagor (3,3 %) und der Bezirk Mistelbach (3,2 %).

Außerhalb der EU kommt die Schweiz auf 1,3 % und Norwegen auf 19,1 %.

Frankreich plant so wie Großbritannien einen konkreten Ausstiegszeitplan aus Diesel und Benzin zu beschließen. Spätestens ab dem Jahr 2040 soll in beiden Ländern kein Neuwagen mehr verkauft werden, der einen Verbrennungsmotor hat.

Dazu der VCÖ-Experte Markus Gansterer: „So wie einzelne Bundesländer für neue Ölheizungen einen Ausstiegszeitplan beschlossen haben, ist das auch für Diesel und Benzin im Verkehr sinnvoll. Realistisch ist, dass ab dem Jahr 2030 kein Pkw mehr mit Verbrennungsmotor neuzugelassen wird.“

Gansterer weiter: „Welche katastrophalen Folgen Unwetter haben, mussten viele Menschen in den vergangenen Tagen erleben. Wir sind die letzte Erwachsenen-Generation, die den Klimawandel bremsen kann. Es braucht bei der Mobilitäts- und bei der Energiewende sowohl in der EU als auch in Österreich mehr Tempo.“

Deshalb spricht sich der VCÖ dafür aus, dass auf EU-Ebene für Autohersteller eine Quote für schadstofffreie Pkw beschlossen wird. Die Hersteller sind in die Pflicht zu nehmen, Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, die beim Fahren auf der Straße keine gesundheitsschädlichen Schadstoffe ausstoßen, so der VCÖ.

Eine Quote führe laut Gansterer dazu, dass die Hersteller mehr E-Fahrzeuge auf den Markt bringen, das Angebot „besser und größer wird und durch den verstärkten Wettbewerb die Preise sinken“.

Eine Studie des Umweltbundesamts zeigt, dass mit Ökostrom angetriebene E-Autos in ihrer Gesamtbilanz um den Faktor 9 klimafreundlicher als Diesel-Pkw sind.

Für das Mobilitätsverhalten heißt das aus Sicht des VCÖ, weniger mit dem Auto und mehr mit Öffis oder dem Fahrrad zu fahren – Gansterer abschließend: „Dafür braucht es ein dichteres Bahnnetz, häufigere Verbindungen und einen umfassenden Ausbau der Radinfrastruktur.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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