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Ungebremster Boom im Distanzhandel: Und jetzt legt erst das Smartphone richtig los…

27.06.2013

4,8 Mio. Käufer machten insgesamt 6,4 Mrd. Euro locker – der Distanzhandel in Österreich boomt kräftig weiter. Das heißt im Detail: 66 Prozent aller Österreicher ab 15 Jahren haben zwischen Mai 2012 und April 2013 zumindest einmal im Versandhandel, Interneteinzelhandel oder über Teleshopping eingekauft, zeigt jetzt die Studie „Konsumentenverhalten im Distanzhandel 2013“ der KMU Forschung Austria im Auftrag des österreichischen Handelsverbands. Das Ende der Fahnenstange ist damit noch lange nicht erreicht, denn erst jetzt beginnt sich „Shopping via Smartphone“ dynamisch nach oben zu entwickeln.

Die Ausgaben für Einzelhandelswaren im Distanzhandel via Handy liegen aktuell bei rund 200 Mio. Euro pro Jahr, was lediglich drei Prozent der Gesamtausgaben im Distanzhandel entspricht. Jedoch: das Trendbarometer zeigt hier steil nach oben. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Einkauf via Smartphone verdreifacht“, zeigt Handelsverbands-Chefin Patricia Mussi auf. 43 Prozent aller Österreicher (ab 15 Jahre) besitzen ein Smartphone, 21 Prozent informieren sich damit gezielt zu Einzelhandelswaren und neun Prozent kaufen auch tatsächlich via Smartphone Waren ein.

Die am häufigsten gekauften Einzelhandelswaren via Smartphone sind – wenig überraschend - Bücher und Musik. Gleich dahinter folgen aber bereits die Elektro- und Elektronikgeräte. Betrachtet man den gesamten Distanzhandel ist das Bild freilich ein anderes: hier liegt Bekleidung an erster Stelle, noch vor Büchern und Elektrogeräten.

Jeder zweite Online-Euro wandert ins Ausland

„Das Ausgabenwachstum von 10 Prozent belegt die dynamische Entwicklung im Distanzhandel aus Konsumentensicht deutlich. Die größte Bewegung in der Zukunft erwartet uns beim Thema Mobile, das aktuell noch hauptsächlich zur Informationsbeschaffung genutzt wird“, erläutert Angela Schünemann, Leiterin der Plattform Versandhandel und E-Commerce und Vizepräsidentin des Handelsverbands sowie Geschäftsführerin der Weltbild Verlag GmbH.

„Während das Internet seinen Siegeszug weiter fortsetzt, verlieren die traditionellen Bestellmöglichkeiten per Telefon und Post im Distanzhandel an Bedeutung“, ergänzt Patricia Mussi, Geschäftsführerin des Handelsverbands. Am häufigsten (39 Prozent der Österreicher ab 15 Jahre) wird im Internet direkt auf der Homepage heimischer und/oder internationaler Distanzhandelsanbieter eingekauft. Und hier zeigt sich auch die Kehrseite der Medaille: jeder zweite Online-Euro fließt bereits ins Ausland – vorwiegend Deutschland. „Hier würden wir uns einheitliche Voraussetzungen wünschen“, spielt Schünemann auf die länderspezifischen Abgaben (Verpackung, E-Schrott, Urheberrecht usw.) an.

1.350 Euro jährlich

Deutlicher als die Zahl der Käufer steigen übrigens die Ausgaben. Innerhalb von 12 Monaten haben die Österreiche in Summe für 6,4 Mrd. Euro eingekauft. Das ist ein Ausgabenplus von zehn Prozent bzw. von 600 Mio. Euro gegenüber der Vorjahresperiode. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Käufer sind von 1.250 auf 1.350 Euro jährlich gestiegen.

Detaillierte Informationen zum Thema finden Sie in der Studie „Konsumentenverhalten im Distanzhandel“. Diese ist direkt beim Handelsverband erhältlich.

Kontakt:
Nina Bennett (nina.bennett@handelsverband.at)

Kosten:
Mitglieder Plattform Versandhandel & E-Commerce: gratis
Mitglieder & Preferred Partners: 249 Euro
Andere Unternehmen: 498 Euro

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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