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„Unerwarteter Umsatzeinbruch“: Rewe Austria-Handypartner Top-Link ist insolvent

10.07.2008

Rewe-Partner Top-Link ist auf dieser Schiene jedenfalls gegen die Wand gefahren und hat heute, Donnerstag, den Ausgleich angemeldet. Die Umsätze blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück, wie es heißt...

Das Ausgleichsverfahren über das Vermögen von Top-Link wurde beim Landesgericht Wiener Neustadt eröffnet, wie der KSV informiert. Zum Ausgleichsverwalter wurde der Perchtoldsdorfer Rechtsanwalt Thomas Wanek bestellt.
Betroffen sind rund 50 Gläubiger, die ihre Forderungen bis zum 18. September anmelden müssen. Über den angebotenen 40-prozentigen Ausgleich (innerhalb zweier Jahre) wird in der Ausgleichstagsatzung am 2. Oktober beim LG Wr. Neustadt abgestimmt.

Nach Darstellung von Top-Link repräsentieren die vorhandenen Aktiva einen Verkehrswert von ca. 3,3 Mio. Euro. Der Schuldenstand soll sich auf ca. 5,9 Mio. Euro belaufen, wodurch sich eine Überschuldung von 2,6 Mio. Euro ergibt.

Ebenfalls einen Konkursantrag stellte die Firma Top Sales als Betreiber der Verkaufsstände in den Rewe-Märkten Merkur, Billa, Bipa und Penny. Zu diesem Insolvenzfall liegen dem KSV derzeit aber noch keine näheren Informationen vor.

Ziel von Top-Link sind Fortbetrieb und Sanierung im Ausgleich. Der KSV werde im Interesse der Gläubiger die Angemessenheit und Erfüllbarkeit dieses Anbots prüfen, so Insolvenzexperte Alexander Klikovits - der sich durchaus zuversichtlich zeigt: "Das Management hat offenbar rechtzeitig den richtigen Schritt zur Schadensminimierung getan."

Viel früher als nach einem halben Jahr hätte wahrscheinlich kaum jemand die Notbremse gezogen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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