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Und es hat Bumm! gemacht: Samsung will explodierendem Galaxy S3 auf den Grund gehen

15.07.2013

Lang, lang ist’s her seit allerorts explodierende Handy-Akkus durch den Blätterwald geisterten. Nach der medialen Hochblüte in den Jahren 2007 und 2008 soll zuletzt 2009 ein explodierender Akku sogar einen chinesischen PC-Shop-Besitzer getötet haben. Dass sich dieser „Akku“ später als selbstgebaute Schusswaffe entpuppte, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Derzeit macht jedenfalls die Geschichte einer 18-jährigen Schweizerin die Runde, deren Galaxy S3 sich in ihrer Hosentasche in Stücke aufgelöst haben soll.

Die 18-jährige hat jedenfalls Bilder des verkohlten Samsung-Geräts und ihrer Verletzungen auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. Ihrer Schilderung zufolge habe sie gerade eine Lkw beladen als sie plötzlich einen Knall hörte und einen chemischen Geruch wahrnahm. Kurz darauf stand auch schon ihre Arbeitshose in Flammen. Das Galaxy S3 von Branchenprimus Samsung sei in ihrer Hosentasche explodiert.

Laut der Schweizer Blick-Zeitung erwägt sie nun sogar eine Klage gegen Samsung, wo man den Vorfall übrigens sehr bedauert. Man werde sich mit der Kundin in Verbindung setzen, um die Umstände des Vorfalls zu klären. Da der Frau zufolge ein Original-Akku im Einsatz war, werde man das kaputte Smartphone zudem nach Korea schicken, um es untersuchen zu lassen. Aufgrund der umfangreichen Qualitätskontrollen könne es sich hierbei nur um einen bedauerlichen Einzelfall handeln, so Samsung.

Von Originalteilen und hochwertigen Nachbauten gehe nämlich, so Stiftung Warentest, normalerweise keine Gefahr aus. Sie würden über ein intelligentes Batteriemanagement verfügen, das auch eine Sollbruchstelle vorsieht, damit es zu keiner Explosion kommt. Sollte das System versagen, entspricht die Wucht der Explosion zwar nur der eines kleinen Silvesterknallers, gefährlich könnten aber die Säuren und Dämpfe werden.

Dass mitunter auch die Dummheit der Kunden eine nicht unwesentliche Rolle spielt, bewies letztes Jahr ein Galaxy-Besitzer in den USA. Sein Fall hatte ebenfalls für mediales Aufsehen gesorgt, nachdem sein Samsung während einer Autofahrt explodierte. Wie sich später herausstellte, hatte er es aber kurz zuvor, nachdem es nass wurde, zum Trocknen in die Mikrowelle gelegt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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