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Um die Garantie gebracht? Und der Handel zahlt drauf

27.05.2013

Mit dem Argument, das Mobiltelefon sei offensichtlich nass geworden, werden Handynutzer laut Konsumentenschützern häufig vorschnell um ihre Gewährleistungsansprüche gebracht. Die meisten Verbraucher-Beschwerden würden Smartphones der Marken Samsung und Nokia betreffen. Den Zorn der Verbraucher kriegt freilich auch der Händler ab. 

“Es ist immer dieselbe Geschichte”, heißt es im Magazin Konsument (Juni-Ausgabe): Ein neuwertiges Handy funktioniert nicht mehr, der Benutzer schickt es im Vertrauen, dass die Sache im Rahmen der Gewährleistung erledigt wird, an die Servicestelle. Dann flattert ihm eine Rechnung über 30 bis 40 Euro ins Haus, mit dem Vermerk, dass ein irreparabler Feuchtigkeitsschaden vorliege, der weder von der Gewährleistung noch von der Garantie gedeckt ist. Der Rechnungsbetrag wird als Bearbeitungsgebühr eingehoben.

In vielen Fällen sei jedoch “von Feuchtigkeit keine Spur oder der Feuchtigkeitseintritt hängt nicht ursächlich mit dem Schaden zusammen”, sagen die Konsumentenschützer. Die Wasserschäden seien also nur vorgetäuscht.

Der VKI hat von Februar 2012 bis vergangenen April rund 170 solcher Berichte von verärgerten Kunden gesammelt. Mehr als die Hälfte der Fälle waren Smartphones der Marke Samsung (überwiegend Galaxy oder Nexus), an zweiter Stelle folgten Nokia-Modelle mit einem Anteil von 13 Prozent.

Endverbraucher-Medien griffen das Thema rund um die VKI-Befragung bereits auf. Wird bei den Herstellern getrickst, zahlt auch der Händler drauf. Er ist es, der das Telefon entgegennimmt, es einschickt, im Verkaufsgespräch von Service sprach. Und er bekommt es zu spüren, wenn die Reparatur nicht hinhaut, der Kunde sich ärgert, wenn die Garantie den Schaden nicht abdeckt. Laut einer aktuellen Studie wechselt jeder zweite Kunde das Geschäft, wenn das Service nicht passt.     

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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