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Trotz Finanzspritzen: Elektrohändler musste Insolvenz anmelden

09.01.2019

Auf Umsatzrückgänge im Einzelhandel führt der südoststeirische Elektrohändler seine Zahlungsunfähigkeit zurück. Jetzt wurde die Notbremse gezogen und ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.

Da eine Weiterführung des Betriebs angestrebt wird, wurde gleichzeitig mit dem Insolvenzantrag auch gleich ein Sanierungsplan unterbreitet, wobei dieser den rund neun Gläubigern eine Quote von 20 % (zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme) vorsieht und somit den gesetzlichen Mindesterfordernissen entspricht.

Laut AKV wurde die Hein Gesellschaft m.b.H. 1980 gegründet, wobei damals zwei bereits bestehende Betriebe in die Gesellschaft eingebracht wurden. Beide werden auch heute noch geführt: ein Friseurgeschäft sowie das Elektrounternehmen "Expert Hein" in Bad Gleichenberg. Insgesamt sind drei Dienstnehmer von der Pleite betroffen.

Die Zahlungsunfähigkeit wird – wie bereits erwähnt – auf Umsatzrückgänge im Einzelhandel zurückgeführt, wobei die Gesellschafter dem Unternehmen bereits in der Vergangenheit 420.000 Euro zugeführt haben sollen, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Klammert man diese Gesellschafterdarlehen als Eigenkapital aus, so sollen weitere Verbindlichkeiten von 173.000 Euro bestehen, heißt es seitens des AKV. Die Aktiva bewertet das Unternehmen demgegenüber mit rund 62.000 Euro.

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